Shabbat in Jerusalem

Schabbatfrühstück bei Petra und Malcolm. Auf meine Frage, ob sich die Lautstärke der Muezzinrufe (ca. 4 Uhr morgens in voller Länge) erhöht habe, bestätigt dies Petra. Diese kommen aus Bethlehem oder anderen arabischen Nachbarorten, die, je nach Windrichtung, laut zu hören sind. Sie berichtet weiter, dass z.B. in Nazareth- Illit christliche Gemeinden und Klostergemeinschaften ihren Sitz aufgaben, da sie regelrecht, durch Ausrichtung der Lautsprecher (wie auf einem Berg jeweils gegenüber,) diesen gezielten Krachterror nicht aushielten und aufgaben. Das zu „Djihad“ auf unterschiedliche Art und Weise.

Wir besuchen den Shabbatgottesdienst der messianischen Gemeinde von Meno Kalisher, die nur 10 Gehminuten entfernt ihre Gemeinderäume hat.

vor Gottesdienst Beginn, „Jerusalem Assembly“

Nach dem Gottesdienst machen wir uns auf den Weg in die Altstadt von Jerusalem. Gehen dabei durch die ehemalige Templersiedlung, German colony, die Mitte des 19. Jhds. von süddeutschen pietistischen Christen gegründet wurden. Leider ließen sie sich viele in der Gemeinschaft vom Nationalismus blenden und wurden eifrige Nazis in Israel. Bis sie dann aus diesem Grund, aus dem damaligen Palästina ausgewiesen wurden.

Dazu ein kurzer audio Bericht des SWR: https://www.swr.de/swr2/leben-und-gesellschaft/1341950-der-letzte-deutsch-staemmige-templer-verlaesst-jerusalem-100.html

Wir durchlaufen in der „German colony“ insbesondere die Emek Refa‘ im Street, die mittlerweile einen Gendrifizierungsprozess durchlaufen hat und z.B. amerikanische Juden hier Ferienappartements für ihre Israelbesuche kauften.

Jerusalemer Friedhof der Templer

Wir kommen am alten Bahnhof Jerusalems vorbei, der mittlerweile zum Kommunikationstreffpunkt umgewidmet wurde.

Bei meiner ersten Israelreise 87 kam ich hier mit dem Zug, damals mehr eine Bummelbahn mit Holz Bänken, aus Haifa an.

alter Bahnhof Jerusalems

Weiter geht’s zum so bezeichneten „bible hill“.

Weg zum „bible hill“, schottische Kirche, Jerusalem

Gestern sprach ich noch mit Malcolm über den ältesten Fund zur Tora, eine kleine silberne Rolle mit dem aaronitischen Priestersegen. Jetzt sind wir an Ort und Stelle der Ausgrabung. Wie kam es zu diesem Fund? In Israel muss vor einer Bautätigkeit der Untergrund archäologisch untersucht werden, dabei kam es zur Entdeckung dieser Höhlen.

schottische Kirche, oberhalb vom „Menachem Begin Heritage Center“

Impressionen bei der weiteren Wanderung zur Altstadt von Jerusalem