Jerusalem, zum Abschluss

morgens fahren wir mit unserem Bus zum Tempelberg. Dummerweise habe ich wiedermal mein Taschenmesser nicht aus der Hosentasche entfernt. Und wir müssen durch den Sicherheitscheck. Eytan erbarmt sich. Mit Waffenschein wird er nicht durchsucht. Er geht aber aus Glaubensgründen ( Standpunkt seines Rabbiners, dem er folgt) nicht mit auf den Tempelberg. So machen wir uns auf den Weg über den einzigen Zugang für „Ungläubige“/ Nichtmuslime – die überdachte Zugangsbrücke am Kotel. Empfehlung ist, als Gruppe zusammen zu bleiben.

Der Tempelberg ist der umkämpfteste Ort, das Zentrum des Kampfes um Israel. Wer hat hier die Oberhoheit? Aus der Bibel wissen wir, dass hier nicht nur 2 historische Tempel standen, sondern, so verstehe ich die Bibel, auch wieder ein 3. Tempel stehen wird. Spannend, denn jetzt spielen noch muslimische Jugendliche Fußball hier. Im folgenden die Auslegung von David H. Stern eines Verses der Offenbarung 3,12 aus seinem Kommentar zum jüdischen neuen Testament. Eine Perspektive für uns, die wir nun erstmal wieder Jerusalem verlassen: „Ich will ihn, der (später heißt es bei Stern: >die, die … erringens d. Ů.) den Sieg erringt, zu Säulen (Leitern, Gal 2,6-9) im Tempel meines Gottes machen. Am Tempel Salomos gab es zwei Saulen, die die Namen Boas und Jachin trugen (1. Könige 7, 21). Vgl. 1 Ke 2, 5, wo von den Gläubigen gesagt wird, sie seien >lebendige Steine, erbaut zu einem geistlichen Haus<. Später sieht Jochanan einen Tempel im Himmel (7, 15; 11, 19; 4, 15; 15,5; 16,1), in dem Jeschua als Kohen Gadol dient (M 2.178n). Doch im Neuen Jeruschalajim, das … aus dem Himmel herabkommt (s. 21,28n), wird Gott selbst im Tempel sein, so daß es nicht überrascht, dass die Gläubigen Säulen sein werden. Ich will auf ihn schreiben den Namen meines Gottes. Mit ihren Namen bringen die Menschen zum Ausdruck, zu wem sie gehören. In der Tenach legt Gott seinen Namen (JHWH) auf das Volk Israel, indem er die Kohanim den aaronitischen Segen sprechen läßt (Numeri 6,24-27). Der Getreue im Glauben trägt den Namen Gottes (hier; 22, 4) und den Namen des Messias (14,1) sowie semen ergenen neuen Namen (2, 17; 19,12). Auch die Anhänger des Tieres zeigen, daß sie zu ihm gehören, indem sie seinen Namen tragen (13, 17). Den Namen der Stadt meines Gottes. Die diesen Namen tragen, haben das Bürgerrecht dieser Stadt (s. 21,2n).“

Wir treffen Eytan im Shuk der Altstadt und üüberqueren den Kotel Vorplatz, um zur David Stadt zu gelangen

Am Siloah Teichbecken

Wir gehen auf dem neu ausgegrabenen Pilgerweg

Und kommen raus bei der großen Ausgrabung gegenüber des David Stadt Eingangs

Jetzt geht’s zur Mittagspause ins jüdische Viertel und danach hält heute Daniel die Andacht unterhalb der Hurva Synagoge.

Danach zum Cardo, wo wir Lea Bowman von Ateret Kohanim treffen. Sie führt uns ein in deren Arbeit, frühere jüdische Häuser, deren Bewohner aus Jerusalem vertrieben worden waren wieder aufzukaufen und zu verwalten.

Hier deren Homepage: https://share.google/aI1BypOM0BWKbYmbM

Wir wandern durch die Altstadt und sie berichtet von mit Sponsorengeldern, bzw. Investorengeldern angekauften Häusern, die sie dann von ihnen verwaltet, günstig an jüdische, junge Familien vermietet werden.

Die Fotos 4,5,6 sind Originalaufnahmen von aus Jerusalem flüchtender Juden wegen Vertreibung. Letztes Foto Aussichtsplattform vom „Haus des Fotografen“

Das Panorama über die Dächer Jerusalems

Abends beschliessen wir gemeinsam mit einem Gruppentreff im Begin Saal des Hotels unsere Reise durch Judäa und Samaria, dankbar für die vielen Eindrücke und sind gespannt, wie wir zuhause davon berichten können. Interessant ist abschließend auch von unserem, uns gut und sicher kutchierendem Busfahrer Khaled, Beduine aus Galiläa, aus seinem Leben in Israel zu hören.

Mitten in der Nacht zieht die Karawane, um ein Drittel reduziert, weiter zum Ben Gurion Flughafen. Guten Heimflug!