Der fünfte Tag

Heute, am Schabbat, besuchten wir den messianischen Gottedienst in Jerusalem.

Wenn man durch das Jaffa Tor in die Jerusalemer Altstadt geht, sieht man gegenüber der Davidzitadelle das „Christliche Informationszentrum“, das im ehemaligen „Österreichischen Postamt“ untergebracht ist. Im 19. Jh. hatten alle Länder ihre eigenen Postämter. Wer z.B. einen Brief nach England schicken wollte, gab ihn beim britischen Postamt ab.

Etwas weiter rechts von diesem Informationszentrum ist ein großes eisernes Gitter. Es ist der Eingang zur „Gemeinde des Lammes auf dem Zionsberg“ („Congregation of the Lamb on Mt. Zion“). Diese messianischen Gemeinde, deren Leiter die Brüder Benjamin und Reuven Berger sind, versammelt sich im historischen Zentrum der neuzeitlichen messianischen Bewegung in Israel, der Christuskirche (Christ Church). Das Innere der Kirche, inklusiv Altar und Kirchenfenster, sind mit hebräischer Schrift und Davidsternen versehen ist.

Das ganze Areal glich früher einer Festung in der ummauerten Altstadt. Man hatte ein eigenes Hospital und hier stand ein Diakonissenhaus sowie das britische Konsulat. Heute ist auf dem Gelände u.a. ein christliches Hostel untergebracht.

Danach beginnen wir unseren Rundgang auf der Stadtmauer.

Der Rundgang auf der Stadtmauer von Jerusalem (Mauerrundgang), ermöglicht außergewöhnliche Sichten und Einblicke in das Leben beiderseits der Altstadtmauer. Die Kosten hierfür sind mit 10 bis 17 Shekel angenehm niedrig, zumal man sich mehrere Stunden an der phantastischen Aussicht satt sehen kann. Von keinem anderen Ort der Stadt gibt es so viele Sichten auf

Gebäude der Stadt und seinen Bewohnern. Auf manchen Dächern hängt Wäsche auf der Leine, andere sind auf dem Weg in die Altstadt und das arabische Viertel um das Damaskustor herum ist es besonders quirlig.

 

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Einen Abstecher machen wir noch zum Paulushaus in Jerusalem.

Das Paulus-Haus ist eine vom Deutschen Verein vom Heiligen Lande betriebene Pilgerherberge in Jerusalem. Es liegt in der Nablus Road am östlichen Rand der historischen Altstadt gegenüber dem Damaskustor. Die monumentale Architektur erinnert an eine Kreuzfahrerburg.

Das oberste Stockwerk bietet eine herrliche Sicht über die Stadt Jerusalem.

Modell des zweiten Tempels im Paulushaus.Den Abschluss dieses Tages bildet die Besichtigung der Zedekia Höhle.

Die Zedekia-Höhle ist eine künstliche Höhle unter der Altstadt von Jerusalem, die in ihren Ursprüngen bis ins 6. Jahrhundert v. Chr. zurückreicht.

Den Namen Zedekia-Höhle erhielt sie in Anlehnung an die Flucht von König Zedekia, durch die er nach einem Kommentar von Rabbi Raschi aus der von den Chaldäern umzingelten Stadt geflohen sein soll. Durch zahlreiche Risse und Auswaschungen der Höhlendecke sickert Wasser, das sich in einem kleinen Pool sammelt, der Zedekias Tränen genannt wird. Der Erzählung zufolge stellt das ungenießbare Wasser die Tränen Zedekias dar, die er beim Anblick der Hinrichtung seiner Kinder vergoss. Diese Flucht durch die Höhle ist eine Legende, was der Verwendung des volkstümlichen Namens Zedekia-Höhle jedoch keinen Abbruch tut.