Und dennoch JERUSALEM…

Die Nachrichten, die uns auf verschiedenen Wegen erreichen, sind erschreckend. Darauf bezieht sich das „dennoch“ in der Überschrift.

Altstadt und Ölberg wollen wir heute besuchen und an dem „Marsch der Nationen“ teilnehmen.

Das „Vaterhaus auf dem Ölberg“ ist ein Haus des internationalen   Gebetsdienstes.

Wir werden herzlich willkommen geheißen von dem derzeitigen Leiter, Andreas Bauer und der Mitarbeiterin Petra, die dort eine zeitlang das Team des Hauses unterstützt. (Nähere Infos unter diesem Link.)

Mit Andacht und Lobpreis beginnen wir „unseren“ Jerusalem-Tag.

Blick vom Dach des „Vaterhauses“ auf die Altstadt und den Tempelberg.

Die Stadtmauer mit dem „Goldenen Tor ist gut zu erkennen.

Zahlreiche Toruristen und Pilger sind unterwegs…  Eytan lässt uns an der historischen Entwicklung der Stadt „mental“ teilnehmen.

Wir sind natürlich aufmerksame Zuhörer….

… und haben jetzt den Überblick!

Den Ölberg hinab und am Garten Gethsemane vorbei geht es zur Davidstadt und „unterirdisch“  hinauf in die Altstadt.

 

Weitere Bilder von Thomas K.

Andacht und Lobpreis im „Vaterhaus“

Blick vom Dach des Vaterhauses auf den gegenüber liegenden Tempelberg  mit dem Felsendom

Gut erkennbar die Stadtmauer …

Auf der Dachterrasse… „Alle“ müssen diesen Ausblick festhalten…

Jüdische Gräber auf dem Ölberg…  (Statt Blumen legt man Steine auf jüdische Gräber)

Garten Gethsemane…

An „Absaloms Grab“ führt der Weg vorbei hinauf zur Davidstadt.

 

Rückblick auf die „Magdalenen Kirche“…

 

Blick auf den Ölberg…

Die Ausgrabungen an der Davidstadt…

Durch einen antiken Abwassertunnel geht es hinauf zur Westmauer…

Wir stehen staunend vor der gewaltigen Mauer, die trotz vieler Zerstörungen Jerusalems immer noch steht…

Über der Mauer die dunkle Kuppel der Al Aksa-Moschee…

Die „Klagemauer“, „Kotel“, Westmauer des Tempelbergs… Sehnsuchtsort für Juden in aller Welt während der beinahe 2000 Jahre währenden Diaspora.

Treiben auf dem Vorplatz der Klagemauer…

Der Vorplatz der wieder aufgebauten „HURVA-Synagoge“, die im Laufe der Kriegshandlungen im ersten Krieg von Jordanien völlig zerstört worden war.

Der 15. Mai war für die Muslime der „Nakba-Tag“, Tag der Katastrophe. Aus Protest gegen Israel war an diesem Tag der Generalstreik ausgerufen, alle Geschäfte im muslimischen Teil der Altstadt waren geschlossen – zum Schaden der Ladenbesitzer….

 

Nach einer kleinen Mittagsrast macht sich die Gruppe bereit zum

 Marsch der Nationen – Marsch des Lebens

 

 

Teilnehmer „unserer Gruppe“ am Marsch der Nationen…

 

Dicht gedrängt in Jerusalems Straßen…

 

 

 

 

Bilder, die für sich sprechen….

Alle Bilder zum Marsch der Nationen von U. und M.Dierks

Die folgenden Bilder von Thomas K.

Die „Marschierer“ sammeln sich auf der Wiese im Sacher-Park

Wann geht es los?

Ein buntes Fahnenmeer beim Marsch zu Ehren der Opfer der Shoah…

 

 

(Alle Bildkommentare und   überleitende Texte Ulrike H.)

Den Tagesbericht schreibt Thomas K.

15.5.

Vaterhaus auf dem Ölberg

Wir sind nach dem Frühstück auf den Ölberg gefahren und haben zuerst das „Vaterhaus auf dem Ölberg“ besucht. Seit dem 1. Mai 2002 hat die Jerusalem-Gemeinde in Berlin das Vaterhaus langfristig angemietet. Das Vaterhaus ist ein Lobpreis-, Anbetungs und Gebetszentrum in dem 12 h am Tag gebetet wird. Im Haus stehen zwölf Betten für Gäste zur Verfügung, die sich in den Gebetsdienst einreihen wollen. In den Gebetszeiten soll insbesondere für die Heilung der tiefen Wunden Israels und des jüdischen Volkes, aber auch für geistliche Durchbrüche und Heilung der Nation eingetreten werden. Das Haus wird von Andreas und Adelheid geleitet. Es geht darum, wie in den Tagen von Nehemia, den geistlichen Tempel wieder aufzubauen. Da Jesus sein Blut vom Ölberg mit in den Himmel aufgenommen hat, ist an diesem Ort die Himmelsleiter.

 

Blick vom Ölberg

Nachdem wir einige Lobpreislieder gesungen und vom Balkon geblickt hatten, haben wir die Aussicht vom Ölberg auf Jerusalem genossen. Anschließend sind wir vom Ölberg runter ins Kidrontal abgestiegen. Dabei hatten wir Gelegenheit, einen Blick in den Garten Gethsemane  mit seinen alten Olivenbäumen zu werfen. Dann führte unser Weg vorbei an der Kirche der Nationen. Sie wurde 1924 mit Spenden aus verschiedenen Ländern errichtet. Am Hang des Ölbergs liegen verschiedene christliche, jüdische und muslimische Friedhöfe. Unten im Tal befinden sich typische Felsengräber aus dem ersten und zweiten Jahrhundert v. Chr. Dazu gehört Absaloms Grab, das wie ein umgekehrter Trichter aussieht. Das vermutete Grab von König Joschafat besitzt ein gemeißeltes Fries über dem Eingang, das Grabmal von Zacharias wird von einer Pyramide gekrönt.

 

Kidrontal und nördliche Davidstadt

Der Weg führt dann aus dem Kidrontal hinauf und man stößt oben auf das Gebiet südlich der Klagemauer, wo durch Ausgrabungen ein archäologischer Park entstanden ist. Die Ausgrabungen stammen aus der Zeit des 1. und 2.Tempels, sowie aus byzantinischer Zeit. Etwas südlich der Straße von Maale Ha Shalom ist der Einstieg in den Hiskija-Tunnel, ein unterirdischer Wasserkanal, der von der westlichen Stadtmauer bis zum Teich Siloah führt. Wir sind durch diesen Tunnel nach Norden gelaufen und dort wieder rausgekommen, wo sich ursprünglich der Robinsonbogen befand. Dort steht man dann auf der Herodesstraße aus der Zeit des 2. Tempels. In der Mauer sind hier noch die hervorstehenden Steine zu sehen, an denen der Robinsonbogen endete.

 

Klagemauer und „Marsch der Nationen“

Nach dieser Besichtigung sind wir durch das Mistor zur Klagemauer gelaufen und haben uns hier umgesehen. Dazu gehörte auch ein Blick in die Synagoge. Anschließend haben wir Mittagspause auf dem Hurva-Platz, wo die neue Hurva-Synagoge steht, gehalten. Dann ging es durch den Basar in der Altstadt, wo wegen eines Generalstreiks und alles geschlossen war, zum Jaffator. Von hier fuhren wir mit dem Bus zum Sacher Park. Nach einer Wartezeit mit Ansprachen und Gesängen startete von hier der „Marsch der Nationen“. Wir hatten Deutschland- und Israel-Flaggen dabei und reihten uns in das Meer von Fahnen ein. In heiterer Stimmung zogen wir durch die Straßen von Jerusalem und waren froh über die relativ wenigen Anwohner die uns zujubelten.

 

Rückblickende Betrachtung unserer Reise

Nach dem Abendessen im Hotel versammelte die Reisegruppe sichern trauter Runde, um ein Rückblick auf unsere Zeit in Israel zu halten. Zu Beginn hat unser Busfahrer Hassan uns Einblick in sein Leben gegeben. Er hat sechs Kinder: 4 Mädchen und 2 Jungs. Zwei Töchter sind in sozialen Berufen tätig, eine Tochter und ein Sohn befinden sich im Ingenieurstudium und zwei Kinder gehen noch zur Schule. Hassan hat die israelische Staatsbürgerschaft, spricht Hebräisch, Arabisch und etwas Englisch. Die jüngeren Kindern haben Zivildienst gemacht, wobei sie als Moslems vom Armeedienst befreit sind. Hassan ist Beduine und lebt in einem Dorf mit 3000 Einwohnern, die alle zum gleichen Beduinenstamm gehören. Dort gibt es 30 Ärzte und eine Moschee.  In den sechziger Jahren sind die Beduinen sesshaft geworden. Hassan ist loyal zum Staat Israel. Früher stand an der Spitze seines Stammes ein Dorfältester und heute gibt es einen demokratisch gewählten Stadtrat.

 

In der sich anschließenden Rückmelderunde wurde hervorgehoben, dass die Reise gut organisiert war, dass das Gemisch aus Begegnungen und Besichtigungen ausgewogen war und dass man zuhause jetzt ganz anders über Israel berichten kann. Dankbar waren viele dafür,  dass wir überall so freundlich begrüßt wurden und waren beeindruckt von unserem Besuch in Yad Vashem.

Bei unserem getakteten täglichen Programm war es nicht überraschend zu hören, dass viele gerne zwischendurch mehr Zeit zum Luft holen und zum zur Besinnung kommen gehabt hätten. Der Kontrast zwischen dem zu viel an Aktion aber eigentlich auch nichts von dem was wir erlebt haben missen zu möchten, blieb etwas ungelöst im Raume stehen.

Thomas

**********

ANHANG

Die Andacht im Vaterhaus hielt uns Klaus St.

Andacht, am Dienstag, 15. Mai 2018, 9.00 Uhr  auf dem  Ölberg

„Kommt und lasst uns ziehn hinauf zum Berge unsres HEERN, zum Hause Gottes lasst uns gehen. Und er wird uns seine Wahrheit lehrn, und wir werden seine Wege gehen und Weisung wird ausgehen von Zion und das Wort unseres HERRN von Jerusalem.“

Wir sind heute Morgen mit unserer großen Reisegruppe Gäste im Vaterhaus des Gebets. Hier gibt es feste Gebetszeiten, schon seit die Marienschwestern in diesem Haus lebten.

Gebet ist auch mit ein Herzensanliegen. Im Gebet erlebe ich eine enge Beziehung mit meinem Herrn. Es ist für mich ein Privileg, das tun zu dürfen. Dietrich Bonhoeffer: „Das Gebet am Morgen entscheidet über den Tag.“

Marin Luther: „Was das Gebet an Kraft, Fülle und Wirksamkeit an sich habe, können wir nicht genug herausstreichen. Denn so schlicht und einfach es klingt, so tief, so reich und weit ist es, und niemand kann es ergründen.“

Es ist mit eine große Freude im Gebetshaus auf dem Ölberg ein paar Gedanken über das Gebet weiter zu geben.

Vor meinem Abflug nach Israel wurde unsere Gruppe mit Gebet und Segen in der Kapelle des Hamburger Flughafens als Botschafter Gottes ausgesandt, die Liebe, die Freude und den Segen Gottes nach Israel zu bringen. Das ist für mich – und ich denke für uns alle – ein besonderer Auftrag zum 70jährigen Jubiläum Israels.

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet. (Psalm 66, 20) Das ist der Spruch vom Sonntag „Rogate“, betet!  Mit Lobpreis kommen wir in Gottes Gegenwart und während wir Gott groß machen, kümmert er sich um unsere Feinde.

Römer 12, 14 : Segnet, die euch verfolgen; segnet sie. Das ist unser Auftrag. Und das tun wir von diesem Ort des Gebets. Wir segnen die Feinde Israels im Namen Jesu. Nur Liebe verändert ihre Herzen. Wie gut für uns, geliebt zu sein. Sagt das auch euren Partnern, Kindern.

Johannes 3, 16 :  So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.

Sprüche 15, 29 : Das Gebet der Gerechten erhört er.

Römer 12, 12 : Betet ohne Unterlass.

Jesaja 30, 45 : Durch stille sein und Vertrauen werdet ihr stark sein.

Mit meinem Großvater habe ich eine besondere Gebetshaltung praktiziert. Wir beide beteten knieend. Das hat mich sehr geprägt.

Wir werden gleich – wie Jesus mit seinen Jüngern – unterwegs sein vom Ölberg durchs Kidrontal hinauf nach Jerusalem vorbei an Gethsemane.

Klaus St.

 

 

Fast am Ende unserer Reise…

Hebron und die Höhle Machpela ist unser erstes Ziel des heutigen Tages.
Die Fahrt wird weiter gehen in den „Gush Etzion“  –  wie Hebron im jüdischen Kernland  Judäa gelegen.

 

Ansicht eines Teils von Hebron

In der  Admot Yishai Neighborhood,   einer „jüdischen Nachbarschaft“  treffen wir uns mit  David Edri , der uns über das Leben seiner Gemeinschaft in Hebron erzählt.

Zu diesem Leben gehört es auch, dass man – wie überall in Israel –  natürlich auch  in Hebron beinahe  bei Schritt und Tritt auf  Jahrtausende alte Fragmente früherer Siedlungen trifft  und es deshalb gar nicht so einfach ist, neue Häuser ohne die Genehmigung der Altertumsbehörde  zu bauen. Unter dem „neuen Haus“ die Überreste eines uralten.

Nicht nur die Häuser, auch die Bäume erzählen die Geschichte Hebrons: Dieser alte Olivenbaum war während der Besatzung durch Jordanien, in der keine Juden in Hebron wohnen durften, abgesägt worden und schien auch abgestorben zu sein. Als  jüdische Bewohner nach Hebron zurück kehrten, fingen sie an, den Baum zu bewässern und aus dem alten „toten“ Holz spross neues Leben. So wird dieser Baum auch zu einem Sinnbild für das neue jüdische Leben im alten Land der Verheißung.

 

Am Rande des jüdischen Wohngebietes liegt das Grab von „Ischai“ – Isai  und Ruth. In der  Auflistung der Vorfahren Jesu lesen wir:   „Boas war der Vater von Obed; dessen Mutter war Rut. Obed war der Vater von Isai,
Isai der Vater des Königs David.“    Auch deshalb – wegen des großen König Davids  –  ist Hebron für Juden so ein wichtiger Ort.

Auf der Rückseite des Gebäudes,  das über dem Grabmal errichtet ist, stehen Tische und Stühle und dieses Regal mit Gebetbüchern und „geistlicher Literatur“. Die Schüler treffen wir allerdings nicht dort an….

 

Sie sitzen im Schatten eines alten Olivenbaumes …

….    unweit einer historischen Quelle im felsigen Untergrund, die schon von den Vorvätern  genutzt wurde und zu der man  über eine steile Steintreppe gelangt.

Zur Realität der von deutschen Medien so genannten „Siedlern“ gehört es, dass niemand  einfach so in der Gegend spazieren gehen kann. Ein bewaffneter Soldat ist immer in unmittelbarer Nähe.

Israelische Soldaten entsprechen so gar nicht der „deutschen“  Vorstellung von „martialischen Kämpfern“, sie sind locker, höflich, freundlich, offen und dennoch professionell-distanziert und wachsam.

 

HEBRON, das müssen wir uns immer vergegenwärtigen, ist uraltes jüdisches Land. Und wir müsen sehr entschieden den Forderungen mancher Politiker entgegen treten, die meinen, die „Siedlungen“ müssten  geräumt werden und Judäa   „judenrein“ sein, wie es etwa Mahmud Abbas fordert.

David Edri begleitet uns zu dem imposanten Gebäude, das über den Gräbern der Patriachen erbaut wurde.

 

Zum besseren Verständnis diese grafische Darstellung –  die von Juden und  Muslimen genutzten Gebetsräume  sind unter den beiden Kuppeln. Dazu muss gesagt werden, dass nur an wenigen Tagen des Jahres  Juden dort beten können. Die ursprüngliche Kirche, rechts im Bild, wird ausschließlich von Muslimen beansprucht..

 

Natürlich gibt es auch hier – wie an vielen Sicherheits relevanten Orten – eine Sicherheitskontrolle durch die wir auf das Gelände gelangen.

Für den Bereich der Machpela übernimmt Jochanan Shareth die Aufgabe der Informationsvermittlung und erklärt uns nicht nur die Historie, sondern auch die komplizierten Verhältnisse bei der gemeinsamen Nutzung des Gebäudes durch  Juden und Muslime. Noch während wir in dem Bereich verweilen, in dem Juden beten, ertönt der Ruf des Muezzin – und das in einer Lautstärke, die selbst schwerhörigen Menschen Schmerzen bereitet. Jochanan weist darauf hin, dass die am Minarett angebrachten Lautsprecher so geneigt sind, dass der Schall direkt auf die Beter im nach oben offenen Innenhof des Gebetsraumes  trifft. (Siehe dazu die grafische Darstellung oben)

Wir wurden übrigens sehr freundlich empfangen und mit Gebäck und Kaffee / Tee versorgt.

Meine Internetsuche zu weiteren Information über Machpela  fördert viele überaus israelkritische Berichte zutage, so dass ich es vorziehe, diese nicht zu verlinken und stattdessen hier auf den Wikipedia-Beitrag hinweise, der relativ objektiv die historischen und jetzigen Belange beschreibt.  MACHPELA

Eine weitere gute Darstellung – auch unter Einbeziehung biblischer Befunde – findet sich unter diesem Link.

Von Hebron fahren wir zu einem faszinierenden Naturschutzgebiet

 

Bei den „Caves“, den Höhlen, handelt es sich nicht um „natürliche“ Hohlräume, vielmehr sind diese durch den Abbau des Sandstein und den nachfolgenden Verwitterungsprozess entstanden.

Das Höhlensystem

 Der Außenbereich…

Der Eingang zum Höhlenbereich

 

Wie eine natürliche Kathedrale erscheint uns das Innere  – und so ist es eigentlich selbstverständlich, dass wir hier unsere tägliche Andacht halten, Michael hatte verschiedene kurze Bibelstellen ausgesucht und diese in Bezug zu unserer Gegenwart gesetzt, Ulrike begleitet  mit ihrer Gitarre unseren kräftigen Lobpreis, der  von Kantor Andreas angeleitet wird.

Dona nobis pacem – HERR, gib uns Frieden…..

Wir haben noch ein bisschen Zeit bis zu unserem Treffen mit Chaya Tal, und so schlägt uns Eytan vor, einen weiteren „berühmten“ biblischen Ort aufzusuchen, die Region nämlich, zu der die beiden Hügel gehören, an denen sich einst Israeliten und „Plischtim“ = Philister zum Kampf gegenüber standen und in dessen Verlauf David den riesigen Kämpfer Goliath mit seiner Steinschleuder bezwang. 

Eytan liest uns das Kapitel vor:

„Die Philister sammelten ihre Heere zum Streit und kamen zusammen zu Socho in Juda und lagerten sich zwischen Socho und Aseka bei Ephes-Dammim. Aber Saul und die Männer Israels kamen zusammen und lagerten sich im Eichgrunde und rüsteten sich zum Streit gegen die Philister. Und die Philister standen auf einem Berge jenseits und die Israeliten auf einem Berge diesseits, daß ein Tal zwischen ihnen war.  ….  Und der Philister sprach zu David: Bin ich denn ein Hund, daß du mit Stecken zu mir kommst? und fluchte dem David bei seinem Gott 44 und sprach zu David: Komm her zu mir, ich will dein Fleisch geben den Vögeln unter dem Himmel und den Tieren auf dem Felde!  
45 David aber sprach zu dem Philister: Du kommst zu mir mit Schwert, Spieß und Schild; ich aber komme zu dir im Namen des HERRN Zebaoth, des Gottes des Heeres Israels, das du gehöhnt hast. 46 Heutigestages wird dich der HERR in meine Hand überantworten, daß ich dich schlage und nehme dein Haupt von dir und gebe die Leichname des Heeres der Philister heute den Vögeln unter dem Himmel und dem Wild auf Erden, daß alles Land innewerde, daß Israel einen Gott hat, 47 und daß alle diese Gemeinde innewerde, daß der HERR nicht durch Schwert noch Spieß hilft; denn der Streit ist des HERRN, und er wird euch geben in unsre Hände.
48 Da sich nun der Philister aufmachte und daherging und nahte sich zu David, eilte David und lief auf das Heer zu, dem Philister entgegen. 49 Und David tat seine Hand in die Tasche und nahm einen Stein daraus und schleuderte und traf den Philister an seine Stirn, daß der Stein in seine Stirn fuhr und er zur Erde fiel auf sein Angesicht. 50 Also überwand David den Philister mit der Schleuder und mit dem Stein und schlug ihn und tötete ihn. Und da David kein Schwert in seiner Hand hatte, 51 lief er und trat zu dem Philister und nahm sein Schwert und zog’s aus der Scheide und tötete ihn und hieb ihm den Kopf damit ab. Da aber die Philister sahen, daß ihr Stärkster tot war, flohen sie. “  (siehe den ganzen Text hier)

Die  judäische Hügellandschaft vor Augen und den uralten Text hören

Tel Aseka  ( „Übersetzung“ der hebräischen Buchstaben oben, Aseka bedeutet „Höhle“  )   –  weitere Informationen gibt es  hier  und  auch unter   diesem   Link 

 

Die letzte Station  führt uns in den „Siedlungsblock“ Gush Etzion

(Informationen über diesen Link)

Dort wohnt die junge Israelin Chaya Tal in dem Dorf Alon Schwut.

Chaya wurde in Sankt Petersburg geboren, kam mit ihren Eltern als „Kontigentflüchtling“ nach Deutschland, ging dort zur Schule, machte das Abitur und folgte dann ihrem Herzen und ging nach ISRAEL. Zunächst lebte und studierte sie in Jerusalem, bis sie eines Tages die „Siedlung“ und das Dorf entdeckte und wusste – so sagte sie es jedenfalls -, dass sie dort leben wolle.

Chaya heißt uns im Bus willkommen und führt uns an den schön angelegten Platz in Sichtweite der beiden großen Synagogen und informiert uns dort über die Geschichte von Gush Etzion, die wesentlich aus Aufbau, Vertreibung, Zerstörung und wieder Aufbau, Vertreibung, Zerstörung innerhalb der ersten 60 Jahre des letzten Jahrhunderts bestand, bis junge Leute nach dem Sechs-Tage-Krieg die Siedlung ein viertes Mal aufbauten und seitdem immer größer und weiter bauen.

Gepflegte Wohnviertel, mit üppigem Grün umrahmt, stehen aber in krassem Kontrast zu dem Ort an dem sich Chaya niedergelassen hat:

Sie lebt in einer Kontainer-Siedlung am Rand von Alon Schwut. Ihr Heim ist bescheiden und die Wohnkontainer ihrer Nachbarn ebenso.

Wir spazieren durch die Straße zu Chayas Haus….

Vor ihrem Hauseingang

Es ist auffällig, dass in den jüdischen Wohngebieten, die wir in Judäa und Samaria besuchen, die Bewohner selbst der bescheidensten Behausungen  ihren persönlichen äußeren Wohnbereich mit Blumen, Gemüsepflanzen und  kleinen Bäumchen verschönern. So tragen sie dazu bei, dass das ehedem öde Land  getreu der biblischen Verheißung wieder aufblüht.

Chaya weist auf ihre  arabische  Nachbarschaft hin und erklärt uns, dass die Bewohner Alon Schwuts nichts von ihren arabischen Nachbarn zu befürchten haben, wohl aber von radikalisierten Arabern aus Hebron…. Auch das ist israelische Realität.

Wer Interesse an weiteren Informationen von Chaya selbst hat, kann ihren Blog lesen: „Die Siedlerin

Hassan bringt uns im Anschluß sicher zurück nach Jerusalem…. in einem der älteren „neuen jüdischen Viertel“ Jerusalems essen wir zu Abend in einer urigen kleinen Gastwirtschaft unweit des Marktes „Machane Yehuda„.

Zufrieden  —-   und dankbar für diesen wunderbaren Tag.

(Texte und Bildkommentare  Ulrike H.)

ANHANG – ANDACHT

 

Andacht Michael Dierks

„Eretz Israel“ (Land .. verheißenenes Land*1) in unseren Gemeinden mit
„heiliges Land“ bezeichnet – Warum heilig?
Wenn in unseren Gemeinden dieser Begriff genutzt wird meint man das Land wo Jesus lebte und tätig war. (Wikipedia erinnert noch an die Kreuzzüge, womit sich der Begriff verbreitete ca. Im Jahr 1009, wo das „heilige Land“ auch verstanden, als das Land wo Jesus wirkte, von den Heiden (Moslems)
zurückerobert werden sollte, da die Grabeskirche (wichtigste christl. Kirche) 1009 Al- Hakim etc. zerstört worden war. Heute sind wir in Hebron Hebron (arabisch الخليل al-Chalīl, hebräisch חברון Chewron) ist eine Stadt
im Westjordanland mit rund 202.000 Einwohnern (2014) (Wikipedia)
nach jüd. Vorstellung heißt es „Judäa und Samaria“ Die Unesco hat im Juli 17 die Altstadt von Hebron im Westjordanland zum palästinensischen
Weltkulturerbe erklärt und damit in Israel für großen Zorn gesorgt
Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, unterstützte die Kritik. „Die Unesco- Abstimmung zu Hebron ist auf mehreren Ebenen tragisch“, sagte Haley laut Mitteilung in der Nacht zum Samstag in New York. „Sie stellt einen Affront gegen die Geschichte dar. Sie untergräbt das
Vertrauen, das für einen Erfolg der israelisch-palästinensischen Friedensgespräche gebraucht wird. Und sie bringt eine sowieso schon fragwürdige UN-Behörde weiter in Verruf.“
Gerade an dieser Stadt können wir uns nochmal obiger Frage stellen.
Bei einem Massaker 1929 tötete eine aufgebrachte Menge von Arabern 67 Juden. Danach brachten die Briten als damalige Mandatsmacht die jüdischen Bürger aus der Stadt. Nach der Eroberung der Stadt durch israelische Truppen im Jahr 1967 kehrten religiöse Juden in die Altstadt zurück. Hebron ist seit 1998 zweigeteilt: einen Teil kontrolliert die Palästinensische   Autonomiebehörde, einen Israel. In dem von Israel kontrollierten Teil leben 800 jüdische Siedler umringt von etwa 50000 Palästinensern. Im Jahr 1994 erschoss der Israeli Baruch Goldstein in den Patriarchengräbern 29  Palästinenser. Danach verschärfte die israelische Armee die Sicherheitsvorkehrungen für jüdische Siedler.

Bibelstellen zu Hebron
• 1.Mose 23 (Zeit ungefähr 2 Jahrt. vor Christus n. jüd. Tradition)
1Sara ward hundertsiebenundzwanzig Jahre alt 2und starb in Kirjat-Arba, das Hebron heißt, im Lande Kanaan. Da kam Abraham, daß er sie beklagte und beweinte.…
• 2. Sam. Kap. 3-5- da 5.5 Zu Hebron regierte er sieben Jahre und sechs Monate über Juda, und zu Jerusalem regierte er 33 Jahre über ganz Israel und Juda. 6 Versuchen wir uns dem Begriff biblisch zu nähern
Ein Psalm Davids. 24.1. stellt fest: „Die Erde ist des HERRN und was darinnen ist, der Erdboden und was darauf wohnt.“
„Darum sollt ihr das Land nicht verkaufen für immer; denn das Land ist mein, und ihr seid Fremdlinge und Gäste vor mir“. 3. Mo.25,23
Schon die Stammväter Abraham, Isaak und Jakob hatten sich selbst nicht als „rechtmäßige Besitzer“, sondern als „Ausländer und Gäste“ bezeichnet.[2] In der Wüste am Sinai, lange vor dem Einzug ins Gelobte Land, macht Gott den Israeliten klar, dass sie nicht etwa „Eigentümer“ des Landes sein
würden, sondern „Fremdlinge und Beisassen bei mir“. Begründung: „Dieses Land gehört mir!“
Mit dieser Berechtigung verspricht Gott nun aber auch das Land dem Volk Israel. Die Landverheißung an Abraham ist eines der durchlaufenden Generalthemen der alttestamentlichen Gottesoffenbarung:
„Dir und deinen Nachkommen will ich dies Land geben, darin du jetzt ein Fremdling bist, das ganze Land Kanaan“ (1. Mose 17,8). Diese Nachkommen Abrahams werden näher bestimmt. Auf Abrahams Bitte: „Ach, dass Ismael möchte leben bleiben vor dir!“, antwortete Gott: „Nein, Sara, deine Frau, wird
dir einen Sohn gebären, den sollst du Isaak nennen, und mit ihm will ich meinen ewigen Bund aufrichten und mit seinem Geschlecht nach ihm“ (1. Mose 17,19). Diese Aussagen machen eine in jüngerer Zeit vor allem von christlicher Seite propagierte abrahamitische Ökumene zumindest in der
Landfrage unmöglich. Deshalb schickt der Patriarch noch zu seinen Lebzeiten alle anderen Söhne fort von seinem Sohn Isaak, denn er „gab all sein Gut Isaak“ (1. Mose 25,5f.). Gott bestätigt seinen Bund mit den Nachkommen Abrahams durch Isaak und Jakob, bis in die Zeit des Neuen Testaments hinein immer wieder.*2
Gleichzeitig mit der Verheißung bekommt Abraham den Auftrag, das Land kennenzulernen (1. Mose 13,17) und „zu besitzen“.[5] Gott vergibt „sein Land“ als „Erbteil“[6], das heißt, nicht als frei verfügbares Eigentum, sondern als Lehen, als Treuhandschaft. Die Verwaltung eines solchen Erbbesitzes ist mit
Verpflichtungen verbunden. Nicht Rechte sind entscheidend, sondern der Auftrag. Ein Erbe kann nicht einfach veräußert oder gar als Handelsobjekt missbraucht werden, nicht einmal zur Rettung des eigenen Lebens. Wenn Gott sein Land Menschen anvertraut, dann erwartet er, dass sie es einnehmen,
erschließen, aufbauen, bewahren und auch verteidigen.
Ebenso zeigt 5. Mose 11,10-17, wie das Verhalten der Bewohner und die Zuwendung Gottes für den Ertrag des Landes von entscheidender Bedeutung sind.
Denn das Land, in das du kommst, es einzunehmen, ist nicht wie Ägyptenland, von dem ihr ausgezogen seid, wo du deinen Samen säen und selbst tränken musstest wie einen Garten, Denn das Land, in das du kommst, es einzunehmen, ist nicht wie Ägyptenland, von dem ihr ausgezogen seid, wo du deinen Samen säen und selbst tränken musstest wie einen Garten, sondern
es hat Berge und Auen, die der Regen vom Himmel tränkt, – 2 ein Land, auf welches Jehova, dein Gott, acht hat: Beständig sind die Augen Jehovas, deines Gottes, darauf gerichtet, vom Anfang des Jahres bis zum Ende des Jahres. (Psalm 65.10-11) 13 Und es wird geschehen wenn ihr fleißig auf meine Gebote höret, die ich euch heute gebiete, Jehova, euren Gott, zu lieben und ihm zu dienen mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele, (3. Mose 26.3) 14 so werde ich den Regen eures Landes geben zu seiner Zeit, den Frühregen und den Spätregen, damit du dein Getreide und deinen Most und dein Öl einsammelst; 15 und ich werde deinem Vieh Kraut geben auf deinem Felde, und du wirst essen und satt werden. 16 Hütet euch, daß euer Herz nicht verführt werde, und ihr abweichet und anderen Göttern dienet und euch vor ihnen niederbeuget, 17 und der Zorn Jehovas wider euch entbrenne, und er den Himmel verschließe, daß kein Regen sei, und der Erdboden seinen Ertrag nicht gebe, und ihr bald aus dem guten Lande vertilgt werdet, das Jehova
euch gibt. Der Besitz des Landes Israel setzt eine lebendige Beziehung mit dem Gott Israels voraus. Mit der Zusage, ich will „euch zum Erbe geben, ein Land, darin Milch und Honig fließt“, ist unlösbar die Aussage verbunden: „Ich bin der Herr, euer Gott, der euch von den Völkern abgesondert hat“ (3. Mose
20,24). Der Besitz des verheißenen Landes ist aus biblischer Sicht immer an eine Beziehung mit Gott gebunden. Unter dieser Bedingung gibt es sogar eine Zukunft für die ursprünglichen „Ureinwohner“ im Lande:
„Und es soll geschehen, wenn sie von meinem Volk lernen werden, bei meinem Namen zu schwören:
So wahr der Herr lebt! … so sollen sie inmitten meines Volks wohnen“ (Jeremia 12,16). Israel hat auf unsagbar leidvolle Weise im Laufe der Jahrtausende immer wieder erfahren, „was es für Jammer und Herzeleid bringt, den Herrn, deinen Gott zu verlassen und ihn nicht zu fürchten“ (Jeremia 2,19) — und sich stattdessen den Denkweisen, Maßstäben und Lebensweisen der heidnischen Völker anzupassen.
Wenn heute die ganze Welt – entgegen aller historischen, politischen und völkerrechtlichen Wahrheit – Israel vorhält: „Ihr seid Räuber, und habt dies Land gewaltsam an euch gerissen!“, bleibt jüdischen Menschen, die ihrem Gott, seinem Wort und ihrem Auftrag treu bleiben wollen, nur die eine Antwort:
„Das lasse der Herr fern von mir sein, dass ich dir meiner Väter Erbe geben sollte! (1. Könige 21,3). Denn die ganze Erde gehört dem Heiligen, gelobt sei er. Er hat sie geschaffen und er hat sie gegeben, wem er will. Nach seinem Wohlgefallen hat er dies Land nichtjüdischen Völkern überlassen. Nach
seinem Wohlgefallen hat er es ihnen wieder genommen und uns gegeben.“
__________________________________________________________________
*1 1. Mo. 15,18 An dem Tage machte der HERR einen Bund mit Abram und sprach: Deinem Samen
will ich dies Land geben, von dem Wasser Ägyptens an bis an das große Wasser Euphrat:
*2 1. Mose 26,2-4; 28,4.13; 35,12; 2. Mose 6,2-4.8; Nehemia 9,8; Psalm 105,8-11. Vergleiche dazu
Römer 9,6-13, wo der Apostel Paulus die Erwählung Isaaks und Jakobs als Beleg für Gottes
souveränes Heilshandeln anführt. Ferner betont Paulus in Römer 11,1 und Vers 29 im Blick auf den Teil
des jüdischen Volkes, der Jesus von Nazareth nicht als Messias anerkennt, ausdrücklich: „Gottes
Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen.“

 

 

Wir verlassen heute das wunderbare Land ISRAEL…

Noch ein kleiner Bummel in Jerusalem….   dann geht es zurück in die Heimat… mit viel „Gepäck“ im Herzen.

Ein letztes Mal einen Blick auf das große Wandgemälde in unserem Hotel „Yehuda“.

„Bummel-Bilder“ ….  vom Markt,  Gassen und Straßen …

Markttreiben und wir mittendrin…

Eine der „alten Gassen“ außerhalb der Altstadt…

Jerusalem hat neuerdings auch eine Straßenbahn….

 

Ein Aufzug für die Autos, um die städtischen Parkmöglichkeiten zu erweitern.

 

 

 

Wer kann dazu schon „nein“ sagen…?

 

Im Flughafen „Ben Gurion“

 

(Alle Bildkommentare und Zwischentexte Ulrike H.)

Und dies der zusammen fassende Bericht von Jürgen:

Tag 11 (17.5.):  In und auf den Mauern Jerusalems- Abreise

 

Koffer packen und zum letzten Mal alles kontrolliert in den Bus einladen. Um 8.50 Uhr heißt es Abschied nehmen von unserem Hotel Yehuda, der Bus bringt uns in die Nähe des King David Hotels, Treffpunkt ist um 14.30 Uhr am Jaffa-Tor zum Transfer an den Ben- Gurion- Flughafen in Tel Aviv.

Einige besuchen den Markt, wir gehen unter Führung von Wolfgang bummelnd durch die Straßen, am Rathaus der Stadt Jerusalem vorbei den Mamilla Boulevard hinab zum Jaffa-Tor (die sehr leistungsfähige, an einen ICE erinnernde, Jerusalemer Straßenbahn wird bewundert). Bei annähernd 38 Grad ist der schattige Garten der Christ-Church mit Kaffee und Lunch ein wunderbarer Ruhepunkt. Fotos aus der  schottischen Christ-Church und Bilder und Karten auf dem Weg zum Mauer-Rundgang inspirieren. Wir besteigen die mächtige Stadtmauer Jerusalems am Jaffa-Tor und laufen als „Wächter“ an den Vatikan-Gebäuden vorbei in Richtung Neues Tor. Betend bleiben wir stehen: Ein letzter Blick durch die Mauerzinnen auf diese faszinierende biblische Stadt. Gedanken kommen in den Sinn (Offb. 21, 1-2): Wie wohl das Neue Jerusalem aussehen wird (Offb. 21, 22 ff)?!

Der Abflug in Tel Aviv geht relativ zügig. Eytan ist bis zum letzten Augenblick bei uns und dirigiert uns durch die Menschenschlange vor den Abfertigungsschaltern, dann müssen wir uns von unserem bewährten „Guide“ mit Dank verabschieden. Der Flug verspätet sich gegenüber der angegebenen Zeit etwas, um 19.05 Ortszeit heben wir ab und 22.41 Uhr (MESZ) setzt der Airbus in Hamburg auf. Auch Norddeutschland empfängt uns warm und freundlich.

 

 

 

 

Wieder zurück in Deutschland…

Liebe Freunde,

die Ihr und Sie uns in Gedanken und Gebet auf unserer Reise begleitet habt. Wir sind nach einer eindrucksvollen Reise zurück in Deutschland und haben eine Menge „Gepäck“ in Form von Erlebtem  und Erfahrungen  mitgebracht,  das nun nach und nach verarbeitet werden wird.

Das geht sicherlich allen Teilnehmern unserer Reise so – und natürlich auch uns „Berichterstattern“.

Wir konnten in Israel vor Ort unmöglich bereits ausführliche Berichte online stellen. Unsere Fahrt durch das Land mit den vielen guten Begegnungen war so dicht getaktet, dass wir einfach gar keine Zeit für eine längere Schreiberei gehabt hätten. Und auch das Einstellen der Bilder per Smartphone erwies sich als eine nicht ganz einfache Aufgabe.  Ich (Ulrike H.) werde die Bilder in der nächsten Zeit in eine chronologische Reihenfolge mit kurzen Untertiteln bringen. Wir machen uns aber in den nächsten Tagen (oder Wochen) auch daran, zu jedem Tag, der bisher nur ansatzweise durch Bilder dokumentiert werden konnte, einen  Text zu schreiben, der dann die wichtigsten Eindrücke wiedergeben wird. Doch auch diese Texte werden relativ kurz gehalten sein, weil wir unmöglich alles ausführlich darstellen können…. es würde einfach zu viel zu lesen sein.

Wir  – das kann ich sicher für alle Teilnehmer sagen – sind dankbar für alle guten Begegnungen und ganz sicher  Gott dankbar  für die  Bewahrung, die wir erfahren haben auf dieser langen Reise durch das Land.

Unser Busfahrer, Hassan, war umsichtig und erfahren und brachte uns sicher auch über die unwegsamsten Straßen in den entlegensten Gegenden des Nordens und der judäischen und samaritanischen Berge.

Eytan, unser israelischer Tourguide, konnte uns in gutem Deutsch die wichtigsten Informationen vermitteln und stand unseren beiden „deutschen“ Reiseleitern, Ulrike und Michael Dierks, jederzeit hilfreich zur Seite.

Die gute Vorausplanung durch Ulrike und Michael und ihre freundliche, kenntnisreiche, einfühlsame und geistliche  Begleitung  waren  wesentlich für das  gute Gelingen der gesamten Fahrt.  Natürlich hat unsere Gruppe  allen den ihnen gebührenden Dank  liebevoll mit lautstarkem Beifall und einem kleinen Geschenk zum Ausdruck gebracht.

Und nicht zuletzt gilt :  GOTT sei Lob und Dank für ALLES.