Wache früh auf und mache mich an den Blog, um den gestrigen Tag zumindest ein Stück abfassen zu können, gerade auch zur Abklärung, ob das so für Ruth eigentlich okay ist? Dann ist letztes Frühstück und Packen dran. Bei unserem Sohn verabschieden wir uns nochmal telefonisch und dann gehts los. Der Abgabepunkt für den Mietwagen ist etwas außerhalb Ben Gurions, leider haben wir zuvor keine Tankstelle mehr gesehen, um den Tank aufzufüllen. Ist immer teurer, wenn die es in Auftrag geben. Mit dem Shuttle werden wir gebracht und haben viel Zeit, denn 2-3 Std. soll man vor Abflug dort sein. Zuerst wiegen wir dort die Koffer und stellen fest, doch davon was in unsere Rucksäcke zu nehmen. Obwohl alle für Israel mitgebrachten Geschenke verteilt sind, sind die Koffer schwerer als beim Hinflug – wie geheimnisvoll?! An meinen gesammelten Muscheln liegt es nicht. Letzte Whatsapp- Grüße werden geschrieben. So konnten wir uns mit Amit nicht treffen, da er als Reservist voll eingespannt ist. Gestern schrieb er: „Am 30.3.95 zum ersten Mal, heute nicht zum letzten Jahr in Uniform“ (ein nicht sehr ungewöhnliches Leben in Israel, lange als Soldat kämpfen zu müssen) und grüßt: „dann beim nächsten Mal!“

„Security“ und „Check in“ laufen problemlos.


Im Flughafen hängen – nicht nur aufrüttelnd erinnernd die Plakate der Geiseln, die nach so unvorstellbar langer Zeit noch immer auf Befreiung harren – auch eine Israel – Archäologieausstellung hängt aus.





Tefillin, auch Gebetsriemen genannt, sind zwei kleine viereckige Lederkapseln (»Gebetskapseln«) mit Lederriemen, die kleine Pergamentstreifen mit eingeschriebenen Bibelversen enthalten. Sie werden von Männern entsprechend den Vorschriften wochentags beim Morgengebet angelegt. Die Tora befiehlt, die Worte der Schrift auf den Arm zu binden und als Schmuck zwischen den Augen zu tragen. Dies geschieht in der Praxis durch das Anlegen der Tefillin an Kopf und Arm. Sie dienen als ein »Zeichen« und »Erinnerung«, dass Gott die Kinder Israels aus der Sklaverei in Ägypten befreit hat.
Weiter gehts zum Gate mit Blick auf die El-Al Flieger und dort essen wir erstmal unser mitgebrachtes Mittagessen.

Wir fliegen aber mit „Israir“, der günstigeren israelischen Fluggesellschaft und deren Flieger stehen weiter außerhalb, wo wir mit dem Shuttle gebracht werden.

Und dann heißt es tatsächlich Abschied nehmen. Dankbar für die gesamte, besondere Reise steigen wir ein und freuen uns auch wieder darauf, Heimzukommen, wobei wir ja erst noch eine Nacht bei unserer Tochter Lea und Mann in Potsdam verbringen.