„Der HERR hat den Berg Zion ausgewählt, dort wollte er bei seinem Volk wohnen. Er sprach: »An diesem Ort lasse ich mich für immer nieder. Hier soll mein Ruheplatz sein – so habe ich es gewollt! Die ganze Stadt Jerusalem werde ich reich beschenken mit allem, was sie braucht, auch die Armen sollen genug zu essen haben! Alle, die mir die Treue halten, sollen laut jubeln vor Freude! In dieser Stadt festige ich die Herrschaft der Nachkommen Davids, ja, sein Königshaus wird bestehen wie ein unauslöschliches Licht!“ aus Psalm 132, 13-17
Wir haben keinen Termin für ein Treffen, so haben wir Zeit, Jerusalem zu erwandern. Auf ihren Straßen zu gehen ist einfach für uns etwas Besonderes. Es ist immerhin die Stadt, die sich der lebendige Gott ausgesondert hat, um seine besondere Geschichte mit den Menschen zu „schreiben“.
Das Ziel ist, den Ölberg zu erwandern, hin und rück ca. 9 Km mit ziemlichen Steigungen. Auf dem Weg liegt „Lifeline for the Old“, eine Seniorentagesstätte mit Werkstätten zur Erstellung kunstgewerblicher Produkte, sie in einem Shop gekauft werden können – ideal für Souvenirs, die tatsächlich hier hergestellt werden. Normalerweise werden Dinge dieser Art aus Asien eingeführt. Bei jedem unserer Israelbesuche gehört Life Line seit Jahrzehnten dazu. Hier deren Homepage: https://www.lifeline.org.il


Lifeline – „Yad La Kashish“, Shivtei Israel Street, Eingang



Selbsterstellte Produkte aus den Werstätten der Senioren
Weiter gehts, jetzt entlang der Altstadtmauer.




Das Adlerdenkmal
Yona Palombos Leben ist eng mit der Geschichte Jerusalems nach der Gründung des Staates Israel verbunden. Sie wanderte aus Chile nach Israel aus und heiratete den Kunstschmied und Künstler David Palombo. Sie bauten ihr Haus auf dem Berg Zion und waren die ersten Israelis, die dort lebten. David Palombo war ein bekannter Künstler, der die Tore zum Yizkor-Zelt im Yad Vashem Museum und die Eingangstore zur Knesset, bekannt als Palombo-Tore, entwarf. Diese Tore wurden gemeinsam von David und Yona, ebenfalls Kunstschmied und Künstler, geschaffen. David starb 1966 bei einem Autounfall. Im Laufe der Jahre wurde Yona mehrmals gebeten, die Tore am Eingang zur Knesset zu reparieren. 2007 wurden sie durch neue Tore ersetzt.
Nach der Besetzung Ostjerusalems im Jahr 1967 baten Soldaten des Aufklärungsbataillons der Fallschirmjäger und die Familien der fünf gefallenen Soldaten der Einheit Yona Palombo, ein Denkmal zu ihrem Gedenken zu entwerfen. Inspiriert von einer Skulptur, die sie in ihrem Atelier entworfen hatte und die Form einer Taube mit einem zum Himmel ausgestreckten und dem anderen gebrochenen Flügel hatte und die sie an das Abzeichen ihrer Einheit erinnerte, baten sie sie, ein auf dieser Abbildung basierendes Denkmal zu entwerfen. Das Denkmal erreicht eine Höhe von fünf Metern und an seinem Sockel platzierte Palombo Jerusalemer Kalkstein, in den die Namen der gefallenen Soldaten eingraviert sind. Im Laufe der Jahre fügte die Künstlerin Steine mit den Namen gefallener Soldaten der Einheit hinzu, die in anderen Schlachten und an anderen Orten im Laufe der Kriege Israels gefallen waren.
Palombo lebte bis zu ihrem Lebensende auf dem Berg Zion, wo sie ein Museum zum Gedenken an ihren Ehemann David eröffnete. Im Jahr 2022 starb sie bei einem Brand, der in ihrem Haus ausbrach und es zerstörte. (Internet)









Ölberg, Blick auf den Garten Gethsemane, mit uralten Olivenbäumen
Den Ölberg hinauf.




Beinahe oben angekommen, erreichen wir die Prophetengräber von Haggai, Maleachi,Sacharja und ihrer Prophetenschüler aus einer Zeit 500 v. Chr. Wir sind eben in Jerusalem, im Land der Bibel. Der Hüter der Gräber lebt hier in einem Haus, gleich bei den Gräbern. Ist hier geboren und hat die Aufgabe von seinem Vater übernommen und mit 10 Jahren angefangen, seinem Vater zu helfen. Macht diese Aufgabe also sein über 65 Jahren, er ist 75. Er ist Christ und bezeichnet sich ganz selbstverständlich als Palästinenser. Er erklärt uns die Lage der Prophetengräber, überreicht uns 2 Kerzen und Feuerzeug und meint, wenn wir wieder rauskommen würden wir ihm den Betrag geben, nach unserem Ermessen.












Dazu vom Jerusalemer Rathaus aus einer offizielen Informationsdatei, der wissenschaftlich archäologische Stand zu den Gräbern, der den Volksglauben zu diesen Gräbern bestreitet.



Weitere Infos:
https://en.wikipedia.org/wiki/Tomb_of_the_Prophets
https://www.theologische-links.de/downloads/israel/jerusalem_graeber-der-propheten.html
Auf dem Rückweg zur Unterkunft machen wir noch einige Aufnahmen






