Heute vormittag, arbeite ich am Blog und Ulrike ist unterwegs.
Einige Impressionen auf dem/vom Klostergelände





Nachmittags treffen wir uns mit Senior Pastor Birlie Belay, genannt „Brille“ aus Äthiopien. Wir überbringen ihm Geld für äthiopische Patenkinder von 2 Hamburgerinnen und unterstützen vom Verein seine Arbeit „Bridges for Africa“, für Familien in Addis Abeba, die kaum Geld zum Überleben haben und auf Einreise nach Israel hoffen. Hier ein Einblick in seine Arbeit: https://youtu.be/qY2OZK8nre4?si=c-OR2YBXZZ6QigeL
Nach Pessach macht er sich auf die Reise. Wer seine persönliche Glaubens- Geschichte hören möchte (Stand 2015): https://www.youtube.com/watch?v=p6P8SSrow-c

Danach machen wir uns auf den Weg zur Siedlung „Har Gilo“, Judäa, südlich von Jerusalem, um Elias Zarina zu besuchen. Elias ist arabisch sprechender Christ und Influencer für die Arbeit, als Zionist, Israel solidarisch zur Seite zu stehen. Gründer und CEO der NGO „Jerusalemite Initiative„, die sich als Aufgabe gegeben hat, Jungerwachsenen der arabisch sprechenden christlichen Community bei der Integration in die israelische Gesellschaft zu helfen. So geben sie Hebräischkurse und zeigen Wege auf, Dienst in der IDF zu machen. Elias hat einen israelischen Pass und lebt aus Kostengründen in einer Siedlung. In der Region „A“, wo die PA die Oberhoheit hat, kann er mit seiner Geschichte und seinem klaren Wirken aus Sicherheitsgründen nicht leben – Lebensgefahr. Dabei berichtet Elias, dass überhaupt Christen im moslemischen Bereich einen schweren Stand haben. Zeigt uns z.B. ein Video, randalierenden moslemischer junger Männer, die Häuser von Christen in Beit Sahur mit Steinen bewerfen. Die Polizisten stehen mit ihrem Wagen sichtbar in der Nähe und greifen nicht ein. Sollte ein Christ dazwichen gehen, muss er damit rechnen erschossen zu werden. Der Täter muss sich nicht verantworten und erwartet auch keine Strafe. Andersherum käme ein Christ in das Haus eines Moslems, darf dieser ihn erschießen, ohne juristische Verfolgung. Realität für Christen unter islamischer Oberhoheit.
Elias macht uns auch auf eine neue 13. Min. Kurzfassung einer Dokumentation (engl.) über die Situaton von Christen in Israel aufmerksam, an der auch Petra Heldt und er selbst mitgewirkt haben: „In dieser Folge von „Einblicke: Israel & der Nahe Osten“ spricht Moderator Mati Shoshani mit Dr. Petra Heldt vom Jerusalem University College und Elias Zarina, Mitbegründer der Jerusalemite Initiative, über die Rückkehr von Christen ins Heilige Land. Wir sprechen mit Samer Jeries, Chief Superintendent der Grenzpolizei, und Pater Boulos Khano, syrischer Priester, über den Alltag in Jerusalem, wo moderne Christen die Herausforderungen bewältigen müssen, vor denen israelische Christen heute stehen.
Begleiten Sie uns auf unserer Reise durch Israel und beantworten Sie die ältesten Fragen mit modernen Erkenntnissen und den Geschichten der Menschen, die dahinterstecken.“
Sehen Sie die ganze Folge kostenlos: https://watch.tbn.org/browse
Elias arbeitete nach seinem Studium als Hotelmanager. Mit Corona brach der Tourismus weg und damit auch sein Arbeitsplatz. Vom Ersparten hat er sich einen kleinen Laden für Tierfutter geleistet, der aber leider nur wenig Verdienst abwirft. Mit dem Krieg ist die Situation wirtschaftlich, wie überall im Land auch für ihn nochmal viel schwieriger geworden. Elias hat ganz aktuell mit weiteren NGOs, die die arabisch sprechende christliche Community vertreten, aktuell einen Aufruf zu Christen in Syrien und über ihre bedrückende Situation verfasst. Dies ist gerade für uns im Westen, bzw. Deutschland wichtig zu wissen, da von offizieller Seite z. B. unseres Außenministeriums, die neue syrische Regierung mit Millionenbeträgen unterstützt.

Hier die dt. Übersetzung automatisch übersetzt: Ihr seid das Salz der Erde. Wenn aber das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es salziger machen? Es taugt zu nichts mehr, außer dass man es wegschüttet und die Leute es zertreten. (Matthäus 5:13).
Wir, die Kinder des Heiligen Landes, des Landes der Verkündigung, der Geburt Christi und der Auferstehung, verurteilen und prangern das ohrenbetäubende Schweigen der christlichen Welt angesichts der Massaker und der erzwungenen und systematischen Vertreibung an, denen Christen in Syrien im Besonderen und in der Levante im Allgemeinen ausgesetzt sind.
Seit der sogenannte Ahmad al-Sharaa (Abu Muhammad al-Julani) die Kontrolle über Syrien übernahm, sind die Christen dort den grausamsten Formen der Verfolgung ausgesetzt, darunter Mord, Vertreibung und Zwangskonvertierung vom Christentum zum Islam unter Androhung von Einschüchterung und Waffen. Christliche Familien werden aus ihren Häusern vertrieben und entführt, christlichen Kaufleuten werden Steuern auferlegt, Frauen und minderjährige Mädchen werden entführt, Häuser niedergebrannt und Kirchen in Moscheen umgewandelt.
All diese Verbrechen werden vor den Augen der Welt begangen, während die westlichen Länder und die christliche Welt tatenlos zusehen, ohne ernsthafte Maßnahmen zu ergreifen.
Deshalb fordern wir die internationale Gemeinschaft auf, sofort und dringend einzugreifen, um die verbleibenden Christen in Syrien zu schützen, indem sie:
- Verhängung von Sanktionen gegen die Türkei und Einstellung der militärischen Lieferungen aus ihrem Hoheitsgebiet an die mit al-Julani verbundenen salafistischen Milizen.
- Verhinderung der Vertreibung von Christen aus Syrien und dem Osten und Schließung der Einrichtungen, die es ihnen ermöglichen, ihre Heimatländer zu verlassen.
- Bereitstellung militärischen und sicherheitstechnischen Schutzes für Christen und Schutz ihres Eigentums und ihrer Häuser.
- Gewährleistung des internationalen Schutzes von Kirchen und Klöstern und Gewährleistung der Sicherheit der Geistlichen, einschließlich der Mönche und Nonnen.
- Lehnen Sie jeden Versuch ab, Druck auf ausländische Botschaften in Israel auszuüben, um die Auswanderung syrischer Christen zu erleichtern, da dies eine Bedrohung für die christliche Präsenz im Levante darstellt.
- Alle Einzelpersonen oder Institutionen, die es wagen, sich an dem Plan zur Vertreibung der Christen aus Syrien zu beteiligen und ihre Abreise unter irgendwelchen Umständen und unter irgendeinem Namen zu erleichtern, gelten als außerhalb der christlichen Reihen stehend und als Partner bei der Umsetzung einer verdächtigen Agenda, deren Ziel die Vertreibung der Christen im Osten ist.
Wir bekräftigen, dass es unser Ziel ist, die christliche Präsenz im Osten zu bewahren, trotz aller Versuche, unsere Identität und unser kulturelles und religiöses Erbe auszulöschen. Wir werden nicht akzeptieren, dass unsere Geschichte ausgelöscht oder unsere Wurzeln vernichtet werden, und wir werden trotz der Boshaftigkeit und Gier auf unserem Land festhalten.“
Und dazu weiterhin ein Artikel von TPS-IL zum Thema für Interessierte:
Und dann, wir sitzen draußen vor seinem Geschäft, plötzlich ein Licht am Himmel, was ist das? Kurze Zeit später ein weiteres. Elias filmt es und dann hören wir Alarm aus der Richtung Jerusalems und heftige Detonationen.
Die Jugendlichen auf dem Basketballfeld werden unruhig. Vor Ort aber kein Alarm. Dann wird es deutlich, wieder eine Rakete der Houtis aus dem Jemen, die abgeschossen wurde, wie gestern. Wenn man das so hautnah erlebt, wird einem doch mulmig und wir nochmal gar nicht in Gefahr.

Letztens sagte uns einer, in Deutschland lernen die Kinder Müll zu trennen. Hier müssen die Kinder von kleinauf lernen, wie es sich bei Alarm zu verhalten gilt.