Es soll heute über 30 Grad werden. Da wir vorhaben zu wandern, heißt es früh aufzustehen, um den Vormittag auszunutzen. Unser Ziel ist nicht weit, „Givat Ha Meron“. Ein Ort mit biblischem Zusammenhang, z. B. hat hier Gideon gegen die Midianiter gekämpt (Richter 7), die Israel damals zahlenmäßig militärisch massiv überlegen waren und ständig überfiel und beraubte. Also mit einem Szenario, dass mal wieder irgendwie hochaktuell klingt.
Den Wagen lassen wir bald stehen, da die Wege, eher einen Jeep erfordern. Wir parken, wahrlich im Grünen (Israel im Frühjahr ist schon besonders. Was für uns Norddeutsche normal klingt, alles grün, ist hier was Besonderes) und starten mit unserer Wanderung.






Dankbar, dass Ulrike diese Wege überhaupt wieder gehen kann, nach Ihren 2 Beinbrüchen. Mitten in der Walachei begegen und Jogger, Mountainbiker, eben Schabbatausflügler. Es tut gut in Israels üppiger Natur unterwegs zu sein. Wir kommen gerade zum gemeinsamen Mittagessen zurück. Ruth bekommt ihr Essen aufs Zimmer. Ulrike und ich trinken im Garten Tee nach einer Ruhepause und spielen „Rummikub“. Ein in Arad, Israel. hergestelltes Spiel, was wir auch gerne zuhause spielen. Gegen 18 Uhr beginnt die Vorbereitung für „Havdala“, die Schabbatausgangsfeier. Das Essen wird seit Schabbatbeginn immer auf Wärmeplatten warmgehalten. Vor dem Essen werden jeweils unter Gebet, in Esstischnähe, die Hände gewaschen. Auch dafür war alles vorbereitet. Dabei geht es nicht vorrangig um Hygiene, sondern um den Ausdruck einer Haltung vor Gott, um kultische Reinheit. Auch nach dem Essen geht das biblische Lehrgepräch und talmudische Verständnisklärung weiter, Themen haben wir genug. So auch die aktuelle Wochenlesung /Parashat, die Moti für jede Woche auslegt, hier die dt. Version. Grundsätzliches zum Werden des Volkes Gottes – Israel.
Danach geht es für Moti, bzw. das Ehepaar Klimer, weiter. Es steht ein Zoom-Teaching mit brasilanischen Pastoren an. Ulrike fällt plötzlich ein, dass wir noch Tüten mit Süßigkeiten, die wir am kommenden Vormittag 150 Soldaten übergeben wollen, mit einer Sabra-Grußkarte“ versehen müssen. Tja, Schabbat ist spürbar zu Ende.