2. Tag mit intensiven Begegnungen

Vom See Genezareth aus geht es hoch in die Berge des Nordens.

Wir treffen in dem Bergdorf Fussata  Carmelin Ashkar, eine aramäische Christin, die in der Organisation „Brotherly Covenant“ aktiv ist.

 

(Weitere Bilder werden noch eingefügt)

Von Fassuta aus fahren wir  bis zum Hermon – an der Festung Nimrod vorbei –und sind in dem überwiegend von Drusen bewohnten Ort Maidal Shams zu Gast in einem drusischen Haus. Die Hausfrau hat nicht nur köstliches Essen bereitet, sie erzählt auch sehr lebhaft von der Vergangenheit und Gegenwart ihrer großen Familie.

 

Gastmahl bei einer beeindruckenden Frau .

Grenzerfahrung im „Kibbuz auf der Grenze“   zum Libanon und zu den Stellungen der Hisbollah…

Am Eingang zum Kibbuz…

 

Der ehemalige Sicherheitschef des Kibbuz, ein aus den Niederlanden stammender Einwanderer,  schildert die Geschichte des Grenzpostens und berichtet über die Notwendigkeit, weiterhin an der Grenze zum Libanon wachsam zu sein.

 

Nirgendwo anders scheint diese Aussage so berechtigt zu sein wie in ISRAEL.

 

 

Vor der Weiterfahrt zurück nach Shaar HaGolan

 

Hinter uns wird das Tor wieder geschlossen ….

(Alle Bildkommentare und   überleitende Texte Ulrike H.)

 Jürgen H. und Wolfgang R. schreiben für uns den Tagesbericht:

Tag 3 (09.05.): An Israels Nord-Grenzen (Golan-Höhen, Syrien, Libanon)

  • Heute geht die Fahrt vom Süden des Sees Genezareth nach Tiberias (Fotohalt) und dann auf den Straßen 90 (längste Straße Israels mit 480 km von Qiryat Shemones nach Eilat am Roten Meer) und 89 ins gebirgige Fassuta. Dort, dicht an der libanesischen Grenze, erwartet uns Carmelin Ashkar in der Elias-Kirche, gegründet ca. 1200 n.Chr. durch griech.-orthodoxe Griechen. Mehrere zentrale Darstellungen von Elia mit dem Schwert, der auf dem Berg Karmel die Baals-Priester niederschlägt (1. Kön.18, 25-40). Heute ist die Kirche sehr weltoffen, vor allem für aramäische Christen, auch Juden. Carmelin hat das „Brotherly Covenant“ ins Leben gerufen mit dem Ziel, dass junge Aramäer sich in die israelische Gesellschaft integrieren, vor allem auch über den Armeedienst, und berichtet von ihrer Arbeit. Ihre Ausführungen werden unterstützt von einem Archäologen, der die Gemeinsamkeiten und das friedliche Zusammenleben von Juden und Christen bis in die Zeit von ca. 100 bis 400 n.Chr. erforscht hat.
  • Es folgt das Mittagessen in einer drusischen Familie, ein sehr herzlicher und fröhlicher Empfang mit reich gedecktem Tisch für uns alle 32 im Wohnzimmer mit Blick auf die Gebirgskette gen Norden. Der Berg Hermon ist gut zu erkennen, die Spitze (2814 m) ist in Nebel gehüllt. Der Schnee des Hermon speist 3 Jordanquellen, er ist damit für die Wasserversorgung Israels wichtig, im Psalm 133,3 so beschrieben, auch Ps. 42,7. (Im übrigen: Hermon bzw. Mount Hermon einer besten Rotweine Israel aus der Golan Heights Winery in Katzrin).

Die Drusen leben in der Grenzregion, überwiegend in Syrien oder aus Syrien kommend. Sie stellen eine eigene Volksgruppe dar, mit eigener Religion (geheim), glauben an die Seelenwanderung, Flagge mit 5 farbigen Streifen für die 5 Propheten der Drusen. Politisch stehen sie zu Israel, da Israel Religionsfreiheit gewährt, und sind bestrebt, sich hier zu integrieren. Deutschland (Germania) ist beliebt, weil im Zuge des Syrienkrieges viele Syrer in Deutschland Zuflucht gefunden haben. Umfangreicher Dienst an Jung-Erwachsenen, sich gesellschaftlich zu integrieren, u.a. in der israelischen Armee, an die sich häufig die berufliche Ausbildung bis hin zum Studium anschließt. Aber es ist eine Integrationsarbeit „ohne Druck“, eher eine Problemlösung für die Anliegen dieser Volksgruppe. Ca. 6000 Drusen leben hier verteilt innerhalb des Golan-Gebietes.- Die Fahrt an die syrische Grenze zum ehemaligen Militärstützpunkt Har Bental am Nachmittag wird wegen der bedrohlichen militärischen Lage abgesagt. Wie weise!! In der Nacht erfolgt der Raketenangriff aus Syrien (mit Unterstützung des iranischen Militärs) auf die Golanhöhen, keine Rakete erreicht israelischen Boden.

Jürgen H.

 

  • Besuch im Kibbuz Misgar Am an der libanesischen Grenze: Nördlichste Siedlung mit Landwirtschaft und zugleich Armeestützpunkt. Der Stützpunkt liegt auf dem Berg und bietet einen Überblick bis weit in den Libanon hinein. Die Felder des Kibbuz gehen direkt an den Grenzzaun und sind bestellt. Aus den Berichten eines Siedlers aus Holland: Unmittelbar in der Umgebung sind die Häuser im Libanon von Mitgliedern der Hisbollah besetzt. Die Einwohner des Libanons- meistens Christen- haben ihre Häuser verlassen. Es ist bekannt, dass im Libanon tausende Raketen der Hisbollah stationiert sind. Sie stellen eine große Bedrohung für Israel dar. Momentan wird Raketenbeschuss von Syrien aus auf den Golan gemeldet. Die israelische Armee antwortete mit der Eliminierung der Raketen-Basen in Syrien.

Es sind in den letzten Jahren wiederholt Angriffe von Terroristen auf israelische Bürger erfolgt. Dabei wurden Zivilisten (auch Frauen und Kinder) getötet. Zum Schutz vor Raketen sind Bunker errichtet worden und stehen bereit. Wegen der Kürze der Flugstrecken ist ein rechtzeitiger Schutz nicht immer erreichbar. Die Siedler sehnen sich nach Frieden Sie sind nicht bereit, ihre Häuser und Siedlungen aufzugeben. Die Armee antwortet sofort mit kräftigen Gegenschlägen bei jedem Angriff!

Wolfgang R.

 

1. Reisetag IN Israel – 8.5.18

Bereits am ersten Reisetag  „IN“  Israel erwartet uns ein volles Programm.

Überraschend für uns ist das Wetter:   Sturzflut artiger Regen, Gewitter, Wasserbäche auf den Straßen begleiten den Aufbruch vom Kibbuz zu unserer ersten Station. (Wir hatten einfach nicht mit Regen gerechnet, der aber ist ein Segen für das Land!)

Wir sind zu Gast bei Alyosha und Jody Ryabinov (mehr über den Komponisten und Pianisten und seine Frau unter diesem Link)

 

Das Ehepaar Ryabinov gibt ein  eindrucksvolles Zeugnis von bewegender Spritualität und einem Leben aus Gottes Geist. Sarah übersetzt für uns.

Im Anhang findet sich der Mitschnitt dieser musikalischen Andacht.

 

Wir fahren weiter zu einem sehr ungewöhnlichen Kibbuz:  Bet El Industries 

 

Hier gibt es Informationen:  Link 1      Link 2

 

Einer der Männer des Leitungskreises informiert uns über das Werk „Bet El„, seinen Beginn und die Struktur der Glaubensgemeinschaft.

Mit einer Vertonung der Psalmen 121 und 122 begeistern Mitglieder des Kibbuz-Chores…

Von Bet El aus fahren wir in das historische Zentrum von Zichron Yaakov

Bilder vom Bummel durch Zichron Yaakov

Eytan in Aktion…

 

 

 

 

 

Israel – blühend….

Von Zichron Yaakov aus geht es quer durchs Land bis an die Südseite des See Genezareth …

…  und weiter zur nächsten Station, dem  Kibbuz Shaar HaGolan in dem wir für zwei Nächte Quartier nehmen.

Ein Mosaik mit dem Namen des Kibbuz: Shaar HaGolan – Tor zum Golan

 

Ein Wandteppich im Speisesaal ….

…. und darunter das Modell der ersten Anlage mit Palisaden, Turm und Baracken.

Abends hielt uns Schmuel Ulmer von der  „Messianischen Gemeinde“ in Pniel einen informativen Vortrag über die prophetischen Aussagen der Schrift zu Israel und den Messias Jesus.

(Alle Bildkommentare und   überleitende Texte Ulrike H.)

Den Tagesbericht hat Jürgen H. geschrieben:

Tag 2 (08.05.): Der Himmel öffnet seine Schleusen, heftiger Gewitterregen

  • Der Tag beginnt bedeckt und stürmisch. Vom Mittelmeer zieht Gewitter auf und lässt die See aufschäumen, trotzdem gelingt es einigen, in der geschützten Bucht am Hotel ein köstliches Bad zu nehmen (Wassertemperatur geschätzt 20 Grad). Das Abtrocknen wird aber schon von einem Schauer unterbrochen. Erstaunen: In Israel kann es durchaus heftig regnen. Sicherheit geht vor: Die vom Hotelpersonal aus den Zimmern geholten Koffer müssen am Bus persönlich beaufsichtigt und vom Fahrer eingeladen werden, jeder achtet darauf, dass keine fremden Gepäckstücke mitkommen. Die Fahrt geht bergan ins galiläische Hügelland nach Zichron Yaakov. Und dort entlädt sich ein starkes Gewitter mit Blitzen und Starkregen, so dass wir das Haus der Ryabinovs nur mit nassen Füßen (Sturzbäche) erreichen. Der Herr meint es gut mit Wasser für sein Land! Am Tag darauf erfahren wir von Eytan, dass der Wasserspiegel des Sees Genezareth durch den Gewitterregen um 1 cm gestiegen ist, das ist viel!
  • Alyosha und Jody Ryabinov empfangen uns sehr herzlich und mit großer Freude in ihrem am Hang gelegenen Haus. Alyosha, der aus Kiew stammt, kam in die USA nach Detroit und lernte dort die Bibel, insbesondere auch das Neue Testament kennen und lieben. Er entdeckte die enge Verbundenheit von Tenach (altes Testament) mit dem NT .Sein Buch „Hebräisch denken“(siehe S.43, Ich werde sein) gibt uns viele Hinweise auf die Elemente der hebräischen Sprache und damit einen Einblick, was Gott uns wirklich sagen will. Die Zusammengehörigkeit von NT und den sprachlichen Wurzeln des AT in der hebräischen Sprache ist neben der Musik (er ist Konzertpianist) sein „Thema“.

 Hier ein Beispiel: „Ich werde sein“:  Der erste Satz der Bibel besteht aus genau sieben Worten. Wir können diese 7 Wörter auf den Spitzen einer Menorah, einem jüdischen Kerzenständer, platzieren. Ein kurzes hebräisches Wort in der Mitte des Satzes landet dann auf der mittleren Spitze, dem Stamm der Menorah, die einen Baum mit Zweigen repräsentiert. Es ist der Baum des Lebens. Das kleine Wort in der Mitte, das einen einzigartigen Teil in der hebräischen Grammatik widerspiegelt, ist (et). Es besteht aus dem ersten und dem letzten Buchstaben des hebräischen Alphabets, Aleph und Tav, und vermittelt die Botschaft von Anfang und Ende. Alyosha: Ich kann nicht anders, als hierin Yeshua zu shen, als den Stamm des Baumes des Lebens, der zu seinen Jüngern sagt: „Ich bin der Stamm, ihr seid die Reben“ und „Ich bin der Anfang und das Ende“, wie das Aleph und das Tav.“

Alyosha schenkt uns (spielt uns) mehrere Musikstücke die uns sehr innig berühren:

Lobpreis 22 (auf hebräisch: Unser Land): sehr fröhlich, rhythmisch, mit verschiedenen Musikstilen, denn das jetzige jüdische Volk kommt aus vielen Kulturen. Lobpreis 9 (In his presence): Sprudelnd, stürmisch, wildes frisches Wasser fließt vom Thron und wirkt befreiend, öffnend und glutvoll, dann wieder beruhigend und segnend und am Ende mitreißend hymnisch. Neues Lied. Alyosha:“Öffnet euer Herz und hört zu, was der Vater euch gibt“. Weich, fließend, ein goldener Strom fließt aus des Vaters Herz, wird zu einem Delta, für jeden einzelnen ein persönlicher Strom, der zusammen in ein großes Meer mündet. „Ich trage dich, gib dich ganz hin“- mit glockenhellem Schlussakkord.

Am Ende segnet uns Alyosha: Ich segne euch, dass ihr die Liebe des Vaters erkennt

und weitergebt für jeden, der in euer Leben tritt.

  • Kibbuz Bet El Industries. Die Fahrt geht weiter in ein Kibbuz, das heute ein großes Werk ist, das sich auf technisches Know How (Medizintechnik,Atemschutztechnik, Lüftungstechnik) spezialisiert hat, ohne den ursprünglichen Kibbuz-Gedanken zu vernachlässigen, im Gegenteil. Landwirtschaft und handwerkliche Fertigung kommen nicht zu kurz. Kindergarten, Schule und Ausbildung, Altenbetreuung und Krankenversorgung und vieles andere wird im Kibbuz angeboten. Hier ist der alte Kibbuz-Gedanke der konsequent sozialen (sozialistischen) Gemeinschaft weiterentwickelt und modernisiert worden, gemäß dem Motto: Gib der Gemeinschaft nach deinen Fähigkeiten und Begabungen, erhalte nach deinen Bedürfnissen. Privateigentum gibt es nur in geringem Umfang für die Kibbuzin, so auf die Nachfrage nach PKW-Besitz die Antwort: Ein Auto stellt die Gemeinschaft zur Verfügung.

Einer der Männer des Leitungskreise informiert uns (auf deutsch) über die Glaubensgemeinschaft (mehr als 800 Personen) und der Chor des Kibbuz (immer unterschiedlich zusammengesetzt, da die Sängerinnen und Sänger jeweils direkt aus der Arbeit herausgezogen werden) erfreut uns mit Psalmen-Gesängen aus Psalm 121 und 122. Fazit: Eine bewunderungswürdige Glaubensgemeinschaft mit dem Ziel, dem Herrn zu dienen, sein Land, Israel, zu entwickeln und dabei in Bescheidenheit und Demut entschlossen, auf persönlichen „Reichtum“ zu verzichten.

  • Das Zentrum von Zichron Yaakov erwartet uns, wo Eytan uns Informationen gibt, dass dieser Ort eine frühe jüdische Siedlung aus der Zeit vor 1948 ist mit all den Anfeindungen durch die muslimisch-arabischen Nachbarn. Wir machen Mittagspause, wechseln Schekel ein und fahren weiter durch Galiläa ins Kibbuz Shaar Ha Golan am Südende des Sees Genezareth.
  • Treffen mit und Vortrag von Schmuel (Samuel)Ulmer von der messianischen Gemeinde Pniel in Tiberias. Pniel (Pnuel) ist der Ort, an dem Jakob nach seiner Begegnung mit Gott zu Israel wurde (1. Mos. 32,31). Die stark wachsende messianisch-jüdische Gemeinde besteht aus in Israel geborenen Juden, Neueinwanderern und Gläubigen aus verschiedenen Nationen: Der Eine Neue Mensch. Sie begann 1978 aus einem Hauskreis und hat 1983 Anfeindungen mit dem Brand des Versammlungsortes erlebt. Heute ist sie eine äußerst junge Gemeinde von über 500 Mitgliedern, in der Altersstufung 0-13: 150, 13-30: 80 und über 30: 340 Personen. S.Ulmer lehrt uns, dass das NT die Erfüllung des AT ist und dass das Kreuz schon im AT erkannt werden kann (2. Mos.12, 4. Mos.2und 3. Mos.16,14). Er geht im Weiteren auf die Sicherheitslage in Israel ein und auf die Bedrohung durch die Grenzländer Libanon und vor allem Syrien mit Stellungen des iranischen Militärs: Das Böse kommt aus dem Norden.

 

Jürgen H.

 

*********************************************************************************************

ANHANG – ANDACHT

Musikalische Andacht bei Jodi und Alyosha      Zum Nachhören anklicken!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufbruch ….

Aufbruch in Hamburg … und Ankommen in ISRAEL

 

Einige von uns sind schon früh eingetroffen…

Und während sich die Gruppe langsam einfindet, führt Michael Dierks, der gemeinsam mit seiner Frau Ulrike die Reise leiten wird, erste Interviews mit Mitreisenden:

Interview am Hamburger Flughafen

Im Wartebereich vorm Gate – Wie oft ward ihr schon in Israel?

Klaus S. – Ich fliege zum 10. Mal

Renate H. – ich zum 28. Mal

Thomas L. – zum 2. Mal

Was bedeutet Israel für dich?

Thomas L. –  Das Land in dem Gott sein Volk sammelt.

Klaus S. – es ist das von Gott erwählte Volk.

 

Den Verlauf dieses ersten Tages fasst Jürgen H.  für uns zusammen:

Tag 1 (07.05.): Israel, wir kommen!

Treffen am Hamburger Helmut-Schmidt-Flughafen um 9.30 Uhr, nicht alle sind wegen der Bauarbeiten auf der A7 ganz pünktlich, aber das ist unproblematisch, denn auch der Flug verspätet sich, weil die Germania Maschine (Airbus 319) verspätet aus Beirut kommt. Abflug somit erst um 13.15 Uhr, nach doch recht intensiver 2. Sicherheitskontrolle (Schuhwerk wird durchleuchtet) außerhalb der üblichen Kontrollzone. Sicherheit für Israel wird schon am Hamburger Flughafen großgeschrieben: Die Maschine steht weit außerhalb des Rollfeldes, daher Anfahrt mit dem Zubringerbus.

Segnung in der Flughafenkapelle als Botschafter Christi (2. Kor. 5,20): „So seid ihr nun Botschafter an Christi statt“. Und symbolisch und geistlich wird uns der Botschaftermantel umgehängt mit der Aufgabe, die Freundlichkeit und Liebe Jesu gegenüber allen Personen zu zeigen, denen wir auf der Reise begegnen.

Trotz des ca. 40 Minuten verspäteten Abfluges kommen wir auf dem Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv pünktlich an. Grund: Wir hatten ordentlich Rückenwind !! Petra (Abflug aus Ffm) und Brigitte (Abflug aus Nbg) sind schon vor uns da.

 

 

Touch down…

Eytan Sternberg unser sehr gut deutsch sprechender und staatlich lizensierter Reiseleiter empfängt uns auf dem Flughafen. Er wird zum überaus guten Gelingen unserer Israelreise entscheidend beitragen. Fahrt mit unserem Bus und Busfahrer Hassan (stammt aus einem Beduinenstamm), auch er ein Garant unserer Reise, nach Nachsholim, direkt am Strand des Mittelmeeres südlich von Haifa.

Es empfängt uns ein quirliges Hotel (ehemals Kibbuz), in dem großen Essensraum gastiert auch eine Gruppe junger Israelis mit südländischer Fröhlichkeit und Lebendigkeit.

Die erste Mahlzeit in Israel – rechts im Bild (neben Ulrike Dierks)  „unser“ Busfahrer Hassan, mit dem Rücken zu uns Eytan, der Tourguide.

Es erwartet uns ein üppiges und qualitativ hochwertiges Buffet, die israelische Küche ist sehr vielfältig und auch auf der Zunge kann man den Einfluss und die Integration vieler Volksgruppen aus dem arabischen Raum nach-“schmecken“.

 Jürgen H.

 

Vorbereitungen ….

„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen!“ schrieb einst Matthias Claudius.

Doch vor dem Erzählen stehen erst einmal die Vorbereitungen an und mit ihnen die Frage:  Was nehme ich mit?   (Bei den meisten Leuten geht das ‚was ziehe ich an?‘ dem voraus! ) Wäsche, Strümpfe, Socken, Hosen, Röcke, Jacken …   was Warmes für den Abend, leichte Sachen für die erwartete Wärme …  Regenjacke – braucht man die in Israel? …  Badezeug und Schuhwerk …   die Sachen für die Körperpflege dürfen natürlich nicht fehlen …  persönliche Utensilien …. Medikamente…. Block und Schreibzeug … Bibel und Gesangbuch  …  Telefon und Fotoapparat …  Reiseführer und Lektüre  ….  kleine Gastgeschenke….

Hoffentlich habe ich nichts vergessen!

Das  alles gehört ins Gepäck.

Und?  Was fehlt noch?

Manche Leute   studieren Wochen vorher schon den Reiseführer, machen sich  ein Bild über Land und Leute und vertraut mit ihrem Reiseziel,  sind bestens vorbereitet. 

Manche Leute   sind  „Last-Minute-Organisierer“. Wie war das doch gleich? Was hat unsere nette Reiseleitung an Empfehlungen ausgesprochen? Wann treffen wir uns? 

Dann endlich! Alles Organisatorische ist geregelt. Und auch die innere Einstellung auf das, was vor einem liegt, nimmt nun  mehr und mehr Raum ein.

Die Reise kann beginnen.

Und? Fehlt da noch was?

„An Gottes Segen ist alles gelegen!“  Seit meiner frühen Kindheit begleitet  mich dieser Satz.

Einige Teilnehmer unserer Reisegruuppe  wurden im Rahmen eines Lobpreisgottesdienstes für die Begegnungsreise gesegnet.

Sich unter Gottes Schutz und Segen stellen,  das haben Reisende immer wieder getan. Ganz bewusst werden wir ihn auch annehmen, den Segen Gottes zu unserer Reise  –    und  Segen für die Menschen erbitten, denen wir begegnen werden.

Musikalisch können wir ihn auch erfahren, mit einem der bekanntesten Lieder aus dem Zyklus irischer Reisesegen:

Schalom und Lehitraot…  Ulrike

Sag mal, hast du denn gar keine Angst?

So oft habe ich diese Frage früher schon gestellt bekommen wenn ich erzählte, dass ich nach Israel reisen wolle. Und jetzt geht es mir wieder so  –  und vielleicht auch allen anderen Teilnehmern an unserer Reise.

Nein, ich hatte keine Angst und ich habe auch jetzt keine Angst, auch wenn die Berichte die wir über  Radio, Fernsehen und Zeitungen aus  und über Israel erfahren, nur selten einfach nur die großartige Landschaft oder die wunderbare Natur oder die interessanten Menschen in den Mittelpunkt der Information stellen und statt dessen von Gewalt und Kriegsgefahr schreiben.

Ja, die Lage rings um Israel herum ist alles andere als entspannt. Der schon Jahre währende Konflikt in Syrien bringt immer neue schreckliche Gräueltaten hervor, zeigt die hässliche Fratze des Krieges und des Terrors. Jenseits der  Grenzen Israels im Norden und Osten bündeln feindlich gesonnene Mächte ihre Kräfte, bunkern Waffen und rüsten Kämpfer aus für den großen Schlag. Am Grenzzaun zwischen Israel  und dem Gazastreifen finden Woche für Woche sogenannte „friedliche Demonstrationen“ statt, „Marsch der Rückkehrer“ genannt, von der Hamas organisiert und alles andere als friedlich. Brennende Autoreifen – so konnten wir es sehen – verdunkeln den Himmel und verpesten die Luft, an Winddrachen hängende Brandsätze werden von Gaza aus über den Zaum gesteuert und setzen die Felder israelischer Farmer und Kibbuzim in Brand, die antiisraelische Propaganda wird nicht müde, Israels Regierung und Militär an den Pranger zu stellen.

Das alles, gebe ich zu, könnte mich so in Angst versetzen, dass ich auf eine Reise nach Israel verzichten würde. Und tatsächlich verspüre ich auch  Sorge. Sorge um die israelische Bevölkerung, Sorge um die Zukunft mit diesem so verletzlichen „Frieden“, der ja eigentlich keiner ist, sondern „nur eine fehlende Kriegserklärung“ seitens der arabischen Administration in Gaza und den Gebieten  Samaria und Judäa. Denn der Terror ist doch die tägliche Bedrohung, diese Form des Krieges, die nie erklärt wurde und denoch stattfindet, Tag für Tag.

Und da soll ich mich nicht fürchten, keine Angst um die Unversehrtheit meines Lebens und die unserer Gruppe haben?

Ich habe keine Angst. Und das hat gute Gründe.

Zum einen vertraue ich auf die unsagbar hohen Sicherheitsstandards, die in Israel beinahe absolut perfektioniert sind. Ich gebe zu, die Kontrollen (nicht nur) der Taschen beispielsweise beim Betreten größerer Gebäude oder definierter Sicherheitszonen können lästig sein, aber sie sind wirksam.

Zum anderen verlasse ich mich darauf, dass unsere Reiseleiter unsere Gruppe nicht unnötiger Gefahr aussetzen  und wir eben nicht an stark gefährdete Grenzen oder Orte gehen werden.

Vor allem aber vertraue und verlasse ich mich darauf, dass mein Leben in Gottes Hand liegt – nicht von unglücklichen Zufällen oder Ereignissen abhängt. Das gibt mir große Ruhe und Gelassenheit und lässt mich  –  bei aller realistischen Einschätzung der Gefährdung dieses kleinen Landes durch seine Feinde  –  doch mit  Neugier und großer Freude und Begeisterung dieser Reise in das „gelobte Land“  entgegensehen.

Heute in einer Woche, denke ich gerade …. heute in einer Woche bin ich, sind wir  schon dort…

„Mit Gottes Hilfe – B’Ezrat Hashem –  בעזרת השם“    und natürlich auch  „So Gott will und wir leben“

Ich wünsche   „Friede und Segen für Israel – Shalom uv’racha leYisrael – שלום וברכה לישראל “

und allen die hier lesen

„Eine gute Woche – Shavua Tov – שבוע טוב “

Ulrike

 

 

Nach Israel …. wohin denn sonst?

Es gibt vermutlich für  jeden Menschen so etwas wie „Sehnsuchtsorte“.

Für mich ist ISRAEL einer davon – wober  ich hier der Einfachheit halber Israel als „einen Ort“ zusammenfasse, wohl wissend, dass es unendlich viele Orte in Israel gibt, die ich noch nicht kenne.

Noch nicht?

Ja, ich war schon mehr als einmal in Israel …   lange ist es her und je größer der Abstand zu meinem letzten Besuch wurde, umso größer wurde auch der Wunsch, wenigstens noch einmal in meinem Leben nach Israel zu reisen. Mein Mann war es schließlich, der mich im letzten Herbst dazu ermutigte, den Wunsch in die Tat umzusetzen, er selber aber meinte, der gemeinsame Besuch mit allen unseren Kindern vor ziemlich genau 17 Jahren sei einfach nicht zu toppen. Damals arbeitete unser ältester Sohn als Volontär in einem Altenheim in Kfar Saba und wir besuchten ihn während der Osterferien. Sebastian hatte eine Route ausgearbeitet, die uns zunächst nach Jerusalem, dann am Toten Meer entlang bis Mizpe Ramon führte und von dort am Kibbuz Mefalsim vorbei wieder hinauf in den Norden  – Galiläa, See Genezareth, Golan und zurück nach Kfar Saba und Tel Aviv.

Es war eine großartige Reise und eine wunderbare Erfahrung für uns als Familie… unter dem Gesichtspunkt vermutlich wirklich nicht zu toppen.

Nachdem nun mein Entschluß feststand, in diesem Jahr nach Israel zu reisen, machte ich mich auf die Suche nach einem Reiseanbieter oder einer Gruppe, kurz, nach Leuten, mit denen ich gerne unterwegs sein würde. Denn allein, wie ich es bei meinen ersten Besuchen getan hatte, wollte ich nicht mehr durch das Land reisen…. (Man wird ja nicht jünger und ich traute mir die Organisation nach einer so langen Abstinenz einfach nicht mehr zu.)

Durch einen guten Bekannten wurde ich auf die „Christlichen Israelfreunde Norddeutschland“ und ihr Reiseangebot aufmerksam. Ich freue mich, dass meine Anfrage zur Teilnahme positiv beschieden wurde.  Das Vorbreitungstreffen im Februar stätigte mich darin, die richtige Wahl getroffen zu haben.

Bei diesem Treffen überlegten die Teilnehmer, dass es doch eine gute Sache sein könnte, so etwas wie ein Reisetagebuch zu schreiben und online zu stellen. Es fanden sich vier Personen, die das Schreiben übernehmen wollen – ich bin eine davon.

Damit aber auch die Angehörigen daheim an unserer Reise „teilnehmen“ können, verabredeten wir, täglich einen sogenannten „Live-Blog“ zu schreiben, mit kurzen Angaben über unsere jeweiligen Ziele, Bildern und Bibeltexten und  der Möglichkeit, später noch ausführliche Berichte vom heimischen PC aus zu  zu ergänzen.

 

Uns stehen sicher sehr eindrückliche Begegnungen bevor – jährt sich doch gerade in dieser Zeit die Staatsgründung des „Jungen Israel“ zum 70. Mal. Und wir werden in Jerusalem dabei sein, wenn es gilt, Gott dem HERRN der Geschichte für das Wunder zu danken, das sich vor unseren Augen vollzieht.

Der HERR ist treu, ER sammelt sein Volk aus den Nationen, wie ER es durch seine Propheten vor langer Zeit verkünden ließ.

 

 

 


Dies ist eine kleine Übersicht über die geplante Reiseroute.

Ich werde als Ulrike  schreiben und freue mich darauf, Euch an unserer Reise und meinen Eindrücken teilnehmen zu lassen.