Christliche Israelfreunde

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  5. Freundestreffen

Christliche Israelfreunde Norddeutschland ‒ Hamburg e.V.

Bericht vom 5. Treffen der Norddeutschen Israelfreunde.

Das 5. Treffen der Israelfreunde fand am 23.01. 2016 in der Friedenskirche Jenfeld, Görlitzerstr. 12 in 22045 Hamburg statt.

Die Referenten Der Holocaust-Überlebende Dr. Alexej Heistver
Die Referenten Hinrich Kaasmann (Ebenezer Hilfsfonds Deutschland), Christa Behr (Jerusalem) und Wilfried Gotter (Sächsische Israelfreunde) Der Holocaust-Überlebende und Historiker Dr. Alexej Heistver, Präsident der Bundesassoziation "Phönix aus der Asche - Die Überlebenden der Hölle des Holocaust e.V." stellt das neue Buch mit noch unbekannten Zeugnissen von Überlebenden vor.

Norddeutsche Israelfreunde treffen sich das 5. Mal in Hamburg:

Hamburg-Jenfeld (jh). Etwa 280 Besucher und Delegierte von christlichen Werken aus dem ganzen Norden Deutschlands trafen sich zum jährlichen großen Treffen der Christlichen Israelfreunde in Hamburg. „Im wesentlichen Einheit - im nebensächlichen Freiheit - in allem aber die Liebe“ - unter diesem Motto sprach Wilfried Gotter, Vorstand bei den Sächsischen Israelfreunden zum Thema Israel und Gemeinde. Dieser Satz, der ursprünglich vom Kirchenvater Augustin stammt, wurde später von Zinzendorf für die Herrnhuther Brüdergemeinden übernommen:

„Welche Bedeutung hat Israel heute für Christen?"

„Lieber ein Patient Christi als ein Doktor der Theologie!“ erheiterte Gotter seine Zuhörer. Das Wort Gottes solle für uns in seinen direkten Aussagen verbindlich sein. Viele Bibelstellen stünden klar verständlich im Wort und bedürften nicht weiterer Auslegung, meinte Gotter. Gleichsam gehörten auch Jesus und Israel zusammen - und dürfen nicht auseinander dividiert werden, sonst „werden heute Verheißungen aus der Bibel schlicht und ergreifend fasch gedeutet“.

Von Israel lernen

„Antisemitismus in den verschiedenen Formen richtet sich immer gegen den Gott Israels - und gegen das Israel Gottes.“ Israel sei für uns Christen das „Demonstrationsvolk Gottes“ und wenn man von Gottes Wort lernen wolle, müsse man nur nachlesen, wie sich das Volk in den verschiedenen Situationen unter ethischen Gesichtspunkten verhalten habe: bei Sünden die es begangen hat - und die daraus entstanden Folgen: „Was der Mensch säht, das wird er auch ernten“ - das gelte nicht nur auf der persönlichen Ebene, sondern auch für ganze Völker, wenn die Bibel sagt, dass Israel Gottes Augapfel ist und Er die Nationen danach beurteile, wie sie mit Seinem Erbteil Israel umgegangen sind.

Einheit von Juden und Christen

Diesen inhaltlichen Faden nahm Christa Behr in ihrem Referat zur aktuellen Lage in Israel auf und zeigte anhand der Geschichte von Joseph in Ägypten (1. Mose Kap. 43) auf, wie eifersüchtig viele Völker und auch Christen auf das Volk Israel seien, das sie mit dem leidenden Joseph verglich. Die richtige Haltung der Christen müsse so sein, sich schützend vor das Volk der Juden zu stellen, etwa so wie später in der Josephsgeschichte, als Juda im Austausch für seinen Bruder Benjamin stellvertretend ins Gefängnis ging, um das Leben des kleinsten Bruders zu retten, so wie der Vater den Brüdern auf den Weg mitgab: „ Ihr sollt mein Angesicht nicht sehen, es sei denn euer Bruder mit euch.“ (1. Mose 43,3). Es komme entscheidend auch auf eine Einheit von Juden und Christen an, damit der Messias bald kommen könne.

Jede Denominationen ist herausgefordert

Christa Behr warnte vor einer christlichen Schlussstrich-Debatte. Es seien immer noch viele Taten unbearbeitet. „Wenn wir nicht wirklich bereit sind, das Licht Gottes auf unsere Vergangenheit scheinen zu lassen, dann werden alle diese alten braunen, hässlichen Wurzeln wieder angezapft, dann verbünden sich Leute, die vom Islam her kommen mit den braunen Wurzeln - und es wird eine dicke braune Soße werden in unserem Land. Und daher ist es ganz wichtig, dass wir die Zeit nehmen und darum beten, dass alles ans Licht kommen vor dem Jüngsten Gericht, denn dann haben wir noch die Möglichkeit Buße zu tun... In den letzten Jahren ist herausgekommen, dass die Liebenzeller Mission, der Gnadauer Verband, die Baptistengemeinde, also auch alle Freikirchen sich mit Hitler arrangiert haben. Es gibt keinen Grund, dass ein Freikirchler sagt, er müsse keine Buße tun - das stimmt nicht. Alle Denominationen sind schuldig geworden. Diese Botschaft muss in die Gemeinde hinein getragen werden, denn wir können nicht auf einem Misthaufen aufbauen!“ Abschließend gab Sie den Teilnehmern,innen noch einige Fragen mit auf den Weg: Wie können heute unsere "Früchte der Buße" (n. Luk. 2,8) praktisch aussehen? Welche Auswirkungen hat unser Verhältnis zu Israel auf unseren Gemeindealltag?

Jugend und Israel

Mit der Lehrerin Esther Aeilts und ihrem Kollegen, die gem. mit einer größeren Schülergruppe der Freien Christlichen Schule aus Ostfriesland angereist waren, bekam auf einer Podiumsveranstaltung, der deutsch-israelische Jugendaustausch besondere Aufmerksamkeit. Sie konnten aus langjähriger Erfahrung berichten und  gerade auch die lebendigen Erlebnissberichte der jungen Leute waren eine besondere Bereicherung.

Weitere Sprecher waren Hinrich Kaasmann von Ebenezer Deutschland, Pastor Friedrich Quaas, die messianischen Juden Jacob Krajewsky und Alexander Sazhin, sowie der Leiter des Gästehauses Beth- Emmaus Uwe Seppmann.

Letzterer gab gemeinsam mit dem messian. Juden Jurek Schulz eine kreative Einführung in die Schabatausgangsfeier „Havdala“ die im großen Kreis der Teilnehmer dem Tag einen beeindruckenden und bewegenden Abschluss gab.